„Kreutzer“ Bank im Gelb-Fieber

Erstellt am 01. Oktober 2022 | 00:41
Lesezeit: 2 Min
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Hilfe. Vor Spielbeginn half Klingenbach-Stürmer Alexander Hofleitner Schiri Kazanci mit der Technik.
Foto: M. Heger
Schiedsrichter Kemal Kazanci bedachte gleich mehrere FCD-Offizielle mit Karten.
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Aufgrund der jeweiligen Lage direkt an der Grenze zu Ungarn werden die Spiele zwischen dem FC Deutschkreutz und dem ASK Klingenbach des Öfteren als „Grenz-Derbys“ bezeichnet. In Derby-Stimmung dürfte beim 3:2-Sieg der Deutschkreutzer auch Schiedsrichter Kemal Kazanci gewesen sein. Schon in der Anfangsphase forderte Deutschkreutz-Trainer Mario Pürrer den Spielleiter dazu auf, „etwas ruhiger“ zu agieren. Kazanci reagierte kaum auf die Aufforderung, schien diese jedoch zu akzeptieren.

In einem Spiel mit vielen kleinen Fouls und manch strittiger Entscheidung (nichts Entscheidendes) kam es in Minute 58 dann zu einer eher ungewöhnlichen Szene. Nachdem Klingenbachs Jonas Ivancsits direkt vor der Deutschkreutzer Bank eine Ringer-Einlage gegen David Thumberger geliefert hatte, sprang die gesamte Bank auf und stürmte auf Ivancsits zu. Die Lage beruhigte sich zwar schnell wieder, aber Kazanci sah sich trotzdem dazu genötigt, Masseur Michael Neubauer und die Co-Trainer Michael Pittnauer und Florian Szaffich mit einer Gelben Karte zu verwarnen. Sekunden später zückte er Gelb-Rot für Neubauer, da dieser vermeintlich gegen die Wand der Ersatzbank geschlagen haben soll. Kurios: Da es sich bei Neubauer um den Masseur handelte, musste dieser die Bank nicht verlassen, durfte weiter in der Coaching-Zone bleiben und bei Bedarf sogar auf das Spielfeld. Das Spiel selbst nahm nach dieser Aktion wieder Fahrt auf.

Es ist zu erwähnen, dass Kazanci in den folgenden, entscheidenden Szenen (zwei Elfmeter, eine Rote Karte gegen Klingenbach) alles richtig machte.