Mittelburgenländisches Trio hat Torjäger-Liste im Griff. Ein Trio aus dem Mittelburgenland beherrscht derzeit die Torschützenliste in der höchsten Liga des Landesverbands. Zwei „Knipser“ zeigten sich dabei mehr als effizient.

Von Michael Heger. Erstellt am 29. November 2020 (02:12)
Treffsicher. Deutschkreutz-Mittelfeldspieler David Thumberger hält bisher bei sieben Volltreffern in der laufenden Saison (links). In Führung. Deutschkreutz-Goalgetter Michael Pittnauer erzielte bisher die meisten Tore (Mitte). Zuverlässig. In Ritzing zählt man schon seit über vier Jahren auf die Tore von David Witteveen (vorne) (Rechts). 
Bruno

Auch wenn es aufgrund der Aussetzung der Meisterschaft keine komplette Hinrunde war: Dass drei Spieler von mittelburgenländischen Klubs an der Spitze der Burgenlandliga-Schützenliste stehen, ist aller Ehren wert. Michael Pittnauer, David Thumberger (beide Deutschkreutz) und David Witteveen (Ritzing) sind dadurch am guten Abschneiden ihrer Teams im Herbst beteiligt – ein Überblick:

Michael Pittnauer - FC Deutschkreutz/9 Tore

Der Routinier in Diensten des FC Deutschkreutz war zwischenzeitlich von Adduktoren-Problemen geplagt, kam daher nur auf 436 Einsatzminuten. Eine bemerkenswerte Quote. Ebenso bemerkenswert: Von den neun Toren erzielte er zwei aus direkten Freistößen und eines aus einem Elfmeter. Sechs Mal bewies der Nordburgenländer (er ist gebürtiger Golser) seinen Torinstinkt aus dem Spiel heraus. Besonders am Ende des Herbstes kam er mit jeweils drei Treffern gegen Bad Sauerbrunn und Güssing besonders gut in Fahrt, kam der Abbruch scheinbar etwas zu früh.

„Wenn es als Stürmer einmal läuft, dann läuft es einfach“, kann der Routinier nur auf eine alte Stürmer-Weisheit zurückgreifen, „aber natürlich gehört da auch der Rest der Mannschaft dazu. Wir spielen bei Ballgewinn schnell nach vorne, was mir sehr entgegenkommt. Außerdem haben wir sehr viel Qualität in der Offensive.“ Auf eine Prognose, wie viele Tore es im Frühjahr noch werden könnten, ließ sich „Pitti“ nicht ein: „Das Wichtigste ist einmal, dass wir wieder spielen können. Und wenn es soweit ist, steht für mich der Erfolg der Mannschaft an erster Stelle. Dieser ist mir immer wichtiger, als selbst ein Tor zu erzielen.“

David Witteveen - SC Ritzing/7 Tore

Auch der Ritzing-Kapitän und Ex-Profi scheint seinen Torriecher nie zu verlieren. Aufgrund einer Oberschenkelverletzung stehen für den Vollblutstürmer nur fünf Einsätze über gesamt 422 Minuten im Herbst zu Buche, diese Zeit „reichte“ ihm für immerhin sieben Torerfolge. „David ist schon lange in Ritzing und hat schon viel für den Verein geleistet. Seine Qualitäten sind unbestritten, wenn man einen solchen Spieler in den eigenen Reihen hat, ist das natürlich von Vorteil“, weiß Ritzing-Manager Mario Posch genau um die Stärken seines Sturm-Tanks, der alle Treffer im Herbst aus dem Spiel erzielte. „Ich war gut in Form, bis mich ein Muskelfaserriss stoppte, ich denke, die Torquote ist in Ordnung. Ohne die Verletzung wären es mit Sicherheit noch ein paar mehr geworden“, so „Witte“ über seine persönliche Herbstsaison. Die Torjägerkrone an sich, steht für den bulligen Angreifer nicht im Fokus: „Aus dem Alter bin ich heraußen. Mir ist lieber, wir spielen als Mannschaft ganz vorne mit.“

David Thumberger - FC Deutschkreutz/7 Tore

Nach seiner Knieverletzung im Herbst 2019 kämpfte sich der Stoober zurück und überzeugte in den bisherigen Saisonspielen als Vorbereiter – und noch mehr als Vollstrecker. Der offensive Mittelfeldspieler war in allen neun Saisonspielen des FCD auf dem Feld und brachte es auf 711 Einsatzminuten. Von seinen sieben Saisontoren gelangen ihm zwei aus direkten Freistößen, beide im Spiel gegen Leithaprodersdorf, innerhalb von nur 15 Minuten. Der Edel-Techniker ist naturgemäß mit seiner bisherigen Saison zufrieden: „Das ist meine bisher beste Saison im Erwachsenenfußball. Mehr geht natürlich immer, aber ich denke, dass meine Ausbeute ganz okay ist.“ Mit Teamkollegen Pittnauer gibt es übrigens kein internes „Match“ um die Torjäger-Krone: „Ich freue mich auch immer, wenn Pitti ein Tor macht. Hauptsache, wir gehen am Ende als Sieger vom Feld.“