Oberpetersdorf: Unberechenbarer geht nicht. Bei der FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach blickt man auf eine Vorbereitung der ganz speziellen Art zurück. Der Saison-Auftakt kann fast nur besser werden.

Von Michael Heger. Erstellt am 31. Juli 2021 (02:31)
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Im Blick. FSG-Offensivspieler Lukas Kubus wurde zuletzt geschont. Beim Burgenlandligisten hat man den Auftakt gegen Güssing schon klar im Blick.
Bruno, Bruno

Schwere Wochen liegen hinter Oberpetersdorf/Schwarzenbach-Trainer Markus Schmidt. Die Vorbereitung auf die Nach-Corona-Saison hatte nämlich in vielerlei (negativer) Hinsicht einiges für die FSG-Akteure zu bieten. Los ging es mit dem Kreuzbandriss von Marco Dutter im Test gegen Kobersdorf, eine Woche später folgte Manuel Haring, der sich im Oberpullendorf-Spiel dieselbe Verletzung zuzog. Die Neuverpflichtung eines Angreifers (nach den Abgängen von Mario Guttmann und Peter Sura) zog sich auch in die Länge.

So ganz nebenbei verabschiedete sich noch Obmann Anton Reisner - nach internen Schwierigkeiten in der Spielgemeinschaft - kurzfristig und hinterließ damit natürlich auch gewisse Baustellen, die in den späten Abgängen des Trios Milan Kövesdi, Ilkay Zorlu und Birol Aydin gipfelte. Aufgrund der angespannten Personalsituation mussten sogar die Tests gegen Wiener Neustadt und Scheiblingkirchen abgesagt werden.

Somit war guter Rat teuer, was noch dadurch erschwert wurde, dass just in der letzten Woche der Transferzeit eine trainingsfreie Woche eingeplant war und hier schon Urlaube geplant waren. Die FSG zeigte sich aber „handlungsfähig“ und konnte mit Transfers zum Ende der Transferzeit doch noch einen durchaus ligatauglichen Kader zusammenstellen.

Für den Gegner nicht leicht auszurechnen

Im letzten Test gegen Regionalligist Traiskirchen zeigte die Mannschaft schon gute Ansätze, obwohl mit Daniel Haring, Luca Sedlatschek (beide aufgrund von Folgen der Corona-Impfung) sowie dem angeschlagenen Lukas Kubus drei Stammspieler fehlten. „Das war ein positives Signal. Wahrscheinlich ist es für uns besser, wenn jetzt die Meisterschaft endlich startet“, nahm es FSG-Trainer Markus Schmidt mit Humor.

Eines ist sicher: Aufgrund der vielen Probleme und Unwegbarkeiten in der Vorbereitung, sowie der späten Zusammenstellung des Kaders, ist die burgenländisch/niederösterreichische Spielgemeinschaft für den Auftakt-Gegner aus dem Landessüden, den SV Güssing, wohl nur sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich, auszurechnen. „Wir wissen, wie wichtig ein guter Start ist und wollen diesen zu Hause natürlich liefern“, ließ sich der FSG-Trainer durch die kuriose Vorbereitung vor dem Auftakt nicht aus der Ruhe bringen.