Ante Bezer musste vorzeitig gehen. Horitschon trennte sich vor den wichtigen letzten Herbstspielen vom Mittelfeldspieler, der stets ein Unruheherd war.

Erstellt am 01. November 2017 (01:47)
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Abgegeben. Ante Bezer konnte in Horitschon nicht die gewünschten Leistungen abliefern.
Didi Heger

Einen Namen suchte man beim BFV-Cup-Spiel des ASK Horitschon gegen Eltendorf (4:2 i.E.) vergeblich in der Startaufstellung der Heimischen und auch auf dem Spielbericht. Ante Bezer war nicht mehr dabei. Das hatte nichts mit der Ampelkarte, welche der Mittelfeldspieler beim 1:2 in Sankt Margarethen ausfasste zu tun (Anm.: die Sperre hätte er beim Samstag-Spiel gegen Markt Allhau absitzen müssen), sondern damit, dass Trainer Gerhard Pichler nicht mehr mit Bezer plante, sich schon vor dem Spiel dafür entschieden hatte auf dessen Dienste zu verzichten.

„Es gab seit meinem Amtsantritt schon einige disziplinäre Verfehlungen, über die ich nicht mehr hinwegsehen möchte. Außerdem konnte Ante die in ihn gesetzten Erwartungen nie so richtig erfüllen“, erklärt Trainer Gerhard Pichler seinen Schritt.

Bezer war im Sommer in letzter Minute vom Lokalrivalen aus Deutschkreutz nach Horitschon gewechselt, konnte allerdings nur in seinen ersten beiden Spielen im BFV-Cup gegen unterklassige Teams überzeugen. In der Meisterschaft entpuppte sich der Routinier nicht als der gewünschte Führungsspieler. Eher fiel der Glatzkopf mit unnötigen Wortmeldungen gegenüber seiner Mitspieler und auch den Betreuern auf. Nun wurde das Kapitel vorzeitig beendet. „Ich erhoffte mir auch, dass einige Spieler durch Antes Abgang befreiter spielen können“, führt Pichler weiter aus. „Diese letzten Spiele im Herbst sind extrem wichtig für uns.“

Der Schachzug sollte (fast) aufgehen. Gegen Eltendorf und Markt Allhau war man jeweils das bessere Team.