Manfred Scherz: „Situation ist sehr problematisch". Der FC Deutschkreutz um Obmann Manfred Scherz führte zum Zeitpunkt des Fußball-Lockdowns, sprich des Abbruchs der Meisterschaft, die Tabelle der Burgenlandliga an. Schon im Frühjahr war das Team von Trainer Didi Heger bei Meisterschaftsabbruch im absoluten Spitzenfeld der Liga. Nun stand der Obmann der BVZ Rede und Antwort zur Situation in seinem Verein nach dem erneuten Lockdown.

Von Michael Heger. Erstellt am 15. November 2020 (01:23)
Pause. Deutschkreutz-Angreifer David Lämmermeyer darf derzeit nicht auf Torejagd gehen.
Bruno

BVZ: Wie schon im März, beim Abbruch der vergangenen Saison, liegt Ihr Team im absoluten Spitzenfeld der Liga. Wie sehr schmerzt der neuerliche Abbruch?

Manfred Scherz: Sportlich schmerzt das natürlich ein wenig, weil wir einen guten Lauf hatten. Auf der anderen Seite war es meiner Meinung nach die richtige Entscheidung, abzubrechen. Denn wenn man die Corona-Zahlen jetzt anschaut, dann war der Abbruch ohnehin alternativlos.

Wie problematisch ist die derzeitige Situation für den Verein?

Scherz: Wir sind als Verein so aufgestellt, dass wir ohne Großsponsor auskommen, also die Einnahmen aus dem Spielbetrieb und von Veranstaltungen einen großen Budgetposten darstellen. Daher trifft uns der Lockdown sehr hart, wird auf Dauer der Spielbetrieb in der derzeitigen Form nicht mehr zu stemmen sein. Ich gehe aber davon aus, dass sich die Situation im Frühjahr wieder verbessern wird und wir in gewohnter Form weiterarbeiten können.

Was passiert derzeit beim FCD? Welche Arbeiten können/dürfen erledigt werden?

Scherz: Wir haben zuletzt die Anlage „winterfest“ gemacht. Als nächste Punkte wären der Weichnachtsmarkt und die Weihnachtsfeier auf dem Programm gestanden. Es ist jetzt natürlich davon auszugehen, dass diese Veranstaltungen nicht stattfinden können.

Wird schon am Kader für das Frühjahr gebastelt beziehungsweise wird es Änderungen geben?

Scherz: Grundsätzlich haben wir mit allen Spielern eine Vereinbarung bis zum Sommer. Es könnte die eine oder andere Veränderung geben, aber die betreffenden Gespräche müssen erst geführt werden.

Wie sehen die sportlichen Ziele für das Frühjahr, also für die – hoffentlich mögliche – Wiederaufnahme der Meisterschaft aus?

Scherz: Wir wollen weiterhin vorne mitspielen und auch weiterhin versuchen, so viele junge Eigenbauspieler wie möglich an die erste Mannschaft heranzuführen. Ich bin überzeugt, dass wir auch bei der Fortsetzung gut gerüstet sein werden und eine gute Rolle in der Liga spielen können.