Sebastian Fritzsche: „Peter Farkas war ein Glücksgriff". Sebastian Fritzsche, geboren 1989 in Dresden, ist Kapitän und Abwehrchef des SC Piringsdorf. Der ausgebildete Fitnesstrainer, seit 2012 beim Verein aktiv, kümmert sich unter anderem auch um das Aufwärmen der Kampfmannschaft und ist auch im ortsansässigen Tennisverein tätig.

Von Eva  Klikovics. Erstellt am 26. November 2020 (01:12)
Piringsdorf-Kapitän Sebastian Fritzsche fühlt sich beim SC pudelwohl und schwärmt von Trainer Farkas.
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BVZ: Was hat dich nach Piringsdorf verschlagen?

Sebastian Fritzsche: Eigentlich meine Schwester. Sie hat 2012 nach Piringsdorf geheiratet und ich bin sozusagen nachgezogen. Mittlerweile bin ich selbst glücklich mit einer Piringsdorferin verlobt.

Was muss man als deutscher Fußballlegionär im Burgenland wissen?

Fritzsche: (lacht) Zunächst sollte man wissen, wie man gut Fußball spielt. Ganz wichtig ist die Kommunikation und das Miteinander. Man muss „grodaus“, also ehrlich, sein und bleiben. Außerdem sollte man nach dem Spiel am Sportplatz bleiben und sich den Diskussionen stellen, dann wird man rasch akzeptiert.

Aktuell steht ihr auf Platz zehn. Was gelingt euch als Mannschaft heuer besser als 2019/2020?

Fritzsche: Der Zusammenhalt wird bei uns im Team sehr groß geschrieben. Die Einheimischen und unsere ungarischen Legionäre fügen sich gut zusammen. Nach dem Training bleiben meistens alle da und wir essen gemeinsam. Entweder werden Speisen mitgebracht oder es wird gemeinsam gekocht. Zum Beispiel machen wir frisches Kesselgulasch über dem Feuer. Zsolt Manganelli ist da unser Spezialist. Ein gutes selbstgekochtes Essen verbindet ungemein. Der neue Trainer Peter Farkas war ebenfalls ein Glücksgriff für uns. Er hat erkannt, was die Mannschaft braucht und geht sehr gut darauf ein. Auch die individuelle Auseinandersetzung mit den Spielern gelingt ihm hervorragend und er kommt gut bei den Jungen an.

Wie verbringt ihr als Mannschaft den zweiten Lockdown?

Fritzsche: Wir sind in einer WhatsApp-Gruppe und halten uns selbstständig fit. Es gibt ein allgemeines Lauftraining, das jeder einzelne absolvieren soll. In weiterer Folge wird es dann individuelle Trainingspläne geben.

Was war für dich das positive Highlight der Herbstspiele?

Fritzsche: Definitiv der Auswärtssieg gegen Weppersdorf (Anm.: 6:3). Wir lagen 2:0 in Führung und waren dann ab der 16. Minute wegen einer Torchancenverhinderung in Unterzahl, aber durch unglaublichen Zusammenhalt und Kampfgeist haben wir das Spiel trotzdem sensationell gewonnen.

Wie sehen eure Ziele für die restlichen Hinrundenspiele aus?

Fritzsche: Unser Hauptziel ist immer vor Unterrabnitz zu sein (lacht). Natürlich haben wir auch schon viel spekuliert, wie die restliche Saison aussehen könnte. Es ist auch eine finanzielle Frage, ob wir uns die ungarischen Legionäre weiter leisten können. Wir wollen uns definitiv im gesicherten Tabellenmittelfeld ansiedeln und mit dem Abstieg nichts zu tun haben.