Christopher Lipowsky, der Fels in der Brandung. Seit Sommer 2018 spielt Christopher Lipowsky in Deutschkreutz und brachte es in dieser Zeit schon bis zum absoluten Chef in der Defensive.

Von Michael Heger. Erstellt am 23. Februar 2021 (01:23)
Im Blick. Deutschkreutz-Abwehrrecke Christopher Lipowsky entwickelte sich Step-by-Step zu einem Führungsspieler beim Tabellenführer. Der 24-Jährige konnte sich schnell in der Burgenlandliga etablieren.
Bruno

Vor knapp über fünf Jahren wagte Christopher Lipowsky den Sprung von seinem Heimat-Verein Stoob zum ASK Kaisersdorf, dem damaligen Liga-Konkurrenten der Stoober und Herbstmeister in der 1. Klasse Mitte. Ein halbes Jahr später schaffte er mit Kaisersdorf als Tabellenzweiter den Aufstieg in die 2. Liga Mitte. Das nächste Jahr in Kaisersdorf verlief nicht so erfolgreich, es folgte nämlich postwendend der Abstieg. Lipowsky selbst blieb der 2. Liga Mitte aber erhalten, er heuerte in Oberpullendorf an. Wiederum nur ein Jahr später folgte er dem Ruf des damaligen Deutschkreutz-Trainers Roman Fennes und war somit in der Burgenlandliga angekommen.

Schnell machte er sich als beinharter Innenverteidiger einen Namen. Seit nunmehr zweieinhalb Jahren sorgt er mit seinen Tacklings immer wieder für Szenen-Applaus bei den Heimspielen der Mannen aus der Blaufränkisch-Gemeinde. Standen ihm zu Beginn seiner Deutschkreutz-Zeit in der Innenverteidigung noch Routiniers wie Aleksandar Jovetic zur Seite, mauserte sich Lipowsky nach dessen Abgang nach Draßburg zum Abwehrchef.

Der 24-Jährige gilt als „Lautsprecher“ und Antreiber auf dem Platz, auch seine Vorstöße gelten bei den FCD-Fans bereits als legendär. Sein Trainer Didi Heger beurteilt den Aufstieg seines körperlich robusten Innenverteidigers so: „Ähnlich wie bei seinen Stationen hat er sich auch sportlich Schritt für Schritt nach oben gearbeitet. Für mich zählt Lipo schon jetzt zu den besseren Innenverteidigern in der Burgenlandliga. Im Zweikampf und in der Luft ist er sowieso eine Bank, den Spielaufbau konnte er, so wie das ganze Team, auch schon deutlich verbessern.“

Sportlich läuft es seit über anderthalb Jahren mehr als gut für Lipowsky und seine „Kreutzer“. In seiner ersten Saison in der Grenzgemeinde ging es noch gegen den Abstieg. Nachdem Roman Fennes sein Traineramt zur Verfügung stellte und Didi Heger übernahm, ging es steil bergauf. Nach Platz zwei in der abgebrochenen Saison 2019/20 liegt man in der derzeit unterbrochenen Spielzeit sogar auf Platz eins. Lipowsky über die Gründe für den fast unglaublichen Erfolg: „Der Grundstein wurde für mich noch von oder unter Roman Fennes gelegt. Da wurde der Grundstock der derzeitigen Mannschaft zusammengeholt und wir lernten das kämpferische Element. Unter Didi Heger entwickelten wir uns spielerisch weiter und haben jetzt eine gute Mischung. Über allem stehen aber die Kameradschaft und der Teamgeist. Das ist sicher der Hauptgrund für den Erfolg.“

Regionalliga Ost? Am liebsten mit dem FCD

Trotz seines (auch) persönlich steilen Aufstiegs, ist die Regionalliga nicht zwingend das ganz große Ziel des Stoobers: „Natürlich würde ich das auch gern ausprobieren. Da müsste aber alles passen, vom Job her und auch für mein Umfeld. Am liebsten würde ich diesen Sprung mit dem FC Deutschkreutz schaffen.“

Auch für Lipowsky heißt es derzeit „bitte warten“ was den aktiven Fußball betrifft, natürlich brennt auch er auf die Rückkehr auf den Platz: „Es wird schon Zeit, dass es wieder losgeht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass mehr als der Rest der Hinrunde gespielt werden kann.“ Die Ziele für die Rumpf-Saison sind für den ehrgeizigen Defensivspieler klar: „Wir wollen nach diesen – wahrscheinlich – fünf Spielen so weit vorne wie möglich stehen. Mit Siegendorf und Pinkafeld haben wir aber zwei sehr starke Konkurrenten.“ Auch für Lipowsky werden mit dem Neustart die Karten neu gemischt: „Nach einer so langen Pause ist es nicht einfach, ich denke aber, dass wir als Gruppe gut funktionieren und schnell wieder unsere Leistungen abrufen können.“