Eine Verschiebung wurde zum Eigentor. Die Aufstellung des SC Ritzing sorgte beim Nachholspiel der Reserven gegen Oberpetersdorf/Schwarzenbach für Aufregung.

Von David Hellmann. Erstellt am 21. September 2017 (02:55)
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Abwartend. Ritzing-Manager Mario Posch möchte sich nicht zur U23-Causa äußern.
BVZ

Dass sich zwei 2. Liga-Vereine einigen, ein Reservespiel nachzuholen, um ihren Spielern Spielpraxis zu ermöglichen ist an und für sich nichts Besonderes. Das 1:4 der FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach wirbelte dann doch etwas Staub auf. Die Ritzinger traten nämlich mit vier Spielern an, die bereits am Samstag in der Startaufstellung standen.

Zur Vorgeschichte: Der SC Ritzing hatte für die Begegnung der siebenten Runde in Oberpetersdorf nicht genügend Reservespieler an der Hand und bat den Konkurrenten daher, das Spiel auf den folgenden Dienstag zu verschieben.

Die Heimischen kamen dem Wunsch nach und schossen sich damit ein klassisches Eigentor. Denn mit Michael und Thomas Reiszner, Roman Bobak und ab der 56. Minute auch Torjäger David Witteveen setzte Ritzing auf vier Stammkräfte aus der Kampfmannschaft. Das Spiel endete mit einem 4:1-Erfolg der Gäste.

Hausherren schalteten den Verband ein

Diese Vorgehensweise der Ritzinger wollten die FSG-Verantwortlichen so nicht akzeptieren. Sie machten tags darauf den BFV auf die Vorkommnisse aufmerksam und dieser nahm sich der Sache an. Der SC Ritzing wurde zur Klärung der Sachlage vor den Straf- und Meldeausschuss (STRUMA) zitiert.

„Es gibt eine Bestimmung, die besagt, dass bei einem nachgeholten Reservespiel keine Spieler eingesetzt werden dürfen, die in der Startformation der Kampfmannschaft standen“, erklärt BFV-Geschäftsstellenleiter Karl Schmidt. Eine Strafverifizierung zugunsten der Hausherren scheint daher logisch. „Derzeit handelt es sich um ein laufendes Verfahren. Wir werden sehen, was die STRUMA entscheidet.“

So sieht man die Sache auch bei der FSG, bei der man sich zur Thematik derzeit nicht äußern möchte. Sektionsleiter Florian Larnhof: „Der Fall liegt bei der STRUMA. Ich will das derzeit nicht kommentieren.“ Auch beim SC Ritzing hält man mit seiner Meinung hinter dem Berg: „Das werden die Leute entscheiden, die das zu entscheiden haben“, gibt sich Manager Mario Posch wortkarg.