Familienduell steht an. Günther Schiffer ist neuer Trainer in Unterpullendorf. Brisant: Er trifft nun auf Sohn und Sieggraben-Coach Philipp Schordje.

Von Alfred Wagentristl. Erstellt am 13. Juni 2021 (03:16)
Günther Schiffer: Familienduell
Günther Schiffer nimmt mit Unterpullendorf die Mission Aufstieg in Angrif
BVZ

Trainerlegende Günther Schiffer hat nach dem ASK Stoob erneut bei einem unterklassigen Verein unterschrieben. Der 72-jährige A-Lizenz-Trainer war in seiner Karriere beim SV Mattersburg, FC Lustenau, FC Braunau und einigen anderen bekannten Fußballadressen und wurde nun vom FC Unterpullendorf engagiert.

Schiffer tritt somit die Nachfolge von Attila Kovacs an und soll versuchen, die zu einem großen Teil neuformierte Gruppe zum erstmaligen Aufstieg in der Vereinsgeschichte zu führen. „Wir freuen uns enorm, dass ein Mann mit derartiger Erfahrung und Reputation die Trainerarbeit in Unterpullendorf in Angriff nimmt. Die Gespräche gestalteten sich außerordentlich kurzweilig und lösungsorientiert. Wir haben ein Paket geschnürt, das gewährleistet, dass wir in unserem bestehenden Budgetrahmen bleiben. Wir starteten in den vergangenen Tagen bereits mit der Arbeit. Die Mannschaft steht und hat einiges an Qualität in ihr“, sagt Präsident Wolfgang Steirer.

Vater gegen Sohn um einen Spitzenplatz?

Nachsatz: „Auch wenn der Mattersburger SV für die allermeisten Experten bereits als Meister feststeht: Wir und einige andere Vereine in der 2. Klasse werden uns auch gegen den großen Favoriten so teuer wie möglich verkaufen.“

Trainerroutinier Schiffer geht erwartet gelassen an das „Projekt SCU“ heran: „Ich werde die nächsten Wochen nutzen, um möglichst viele Informationen über die Klasse einzuholen und dann werden wir mit der Mannschaft unsere Ziele festlegen. Wenn wir dann so ernsthaft und beharrlich wie möglich an die Sache herangehen, ist vieles möglich.“

Zu den Mitstreitern um einen der beiden Aufstiegsplätze zählt auch der UFC Sieggraben, wo pikanterweise Schiffers Sohn Philipp Schordje als Spielertrainer im Einsatz ist. „Ich freue mich extrem auf das Duell mit meinem Vater. Er hat mir diese große Liebe zu dem Sport vererbt, aber auch seinen Siegeswillen. Entsprechend warm muss sich sein gut besetztes Team gegen uns anziehen. In diesen Spielen wird es also mit Sicherheit nicht unbedingt ‚familiär‘ zugehen“, fiebert Schordje dem Vater-Sohn-Duell schon jetzt entgegen.