Mit Ritzinger Toren zum Herbstmeister. Der Wiener Hobbyfußballverein Irreal St. Leopold holte mit mittelburgenländischer Verstärkung ungeschlagen die Winterkrone.

Von David Hellmann. Erstellt am 30. November 2016 (02:47)
David Hellmann
Daniel Gmeiner (vorne 1.v.l.), Alex Trimmel (vorne 3.v.l), Luki Janitsch (vorne 2.v.r.), Johnny Mertl (vorne 1.v.r.) und Christoph Hellmann (hinten 3.v.r.) feierten den Herbstitel.

„Wir werden unser Trainingsprogramm auch weiterhin so intensiv durchziehen“, kündigen die fünf Ritzinger an – und können sich das Lachen kaum verkneifen: Kein einziges Mal hatten sich die Kicker von Irreal St. Leopold zum Trainieren zusammengefunden – und die Konkurrenz dennoch hinter sich gelassen…

Wie die BVZ berichtete, folgten Johannes Mertl, Daniel Gmeiner und Alexander Trimmel im Sommer dem Ruf von Christoph Hellmann und Lukas Janitsch zum Wiener Hobbyverein. Mit der mittelburgenländischen Verstärkung blieben die Irrealos in der Hinrunde der Unterliga B der DSG (Diözesan-Sport-Gemeinschaft) ungeschlagen, mit 16 von insgesamt 27 erzielten Toren des Herbstmeisters gingen mehr als die Hälfte auf das Konto der Ritzinger. „Beim Rotwein war ich mir ja immer schon sicher – jetzt weiß ich auch, dass das Mittelburgenland exzellente Kicker hat“, gerät Irreal-Präsident Karl Michael Pfeiffer ins Schwärmen.

„Diese Liga überrascht mich immer wieder"

Der Ex-Horitschoner Mertl grinst: „Diese Liga überrascht mich immer wieder – mit Irreal gegen Porzelona haben wir sogar unseren eigenen El Clásico.“ Gmeiner und Trimmel, beide davor bei Unterfrauenhaid, ergänzen: „Das ist eine ganz andere Art von Fußball, die hier meist auf Kunstrasen gespielt wird – weniger körperbetont, dafür technisch sehr versiert.“

Stehen die Irrealos auch am Ende der Saison ganz oben, winkt nicht nur der Aufstieg in die Oberliga, sondern – wie allen Wiener Fußballmeistern – auch eine Einladung ins Rathaus. Dafür müssten die fünf Burgenländer dann wohl auch nicht trainieren…