Bestleistungen inklusive beim Triathlon. Mario Krutzler absolvierte einen „Do It Yourself-Langdistanz-Triathlon“, Domogoj Mohl startete in Kaiserwinkl-Walchsee über die Middle-Distance – und wie!

Von Michael Heger. Erstellt am 15. Juli 2021 (01:43)

Die beiden LMB-Athleten Mario Krutzler und Domagoj Mohl starteten am vergangenen Wochenende über zwei verschiedene ThriathlonDistanzen.

Corona machts möglich. Eigentlich war der Start des in Bayern wohnhaften Unterloisdorfers Mario Krutzler über die Triathlon-Langdistanz für voriges Jahr, bei der Datev Challenge Roth geplant, doch dieses Event fiel dem Covid-19-Virus zum Opfer. Nach nun sehr langer Vorbereitungszeit absolvierte er die Distanz von 3,8 km Schwimmen, 181,8 km Radfahren und 42,2 km Radfahren virtuell, im Rahmen der DIY Challenge Rupertiwinkel LD 2021.

„Das ganze hatte etwas von einem Intervall-Training.“ Scherzte Mario Krutzler über seine Probleme auf der Laufstrecke, die mehrere Geh-Pausen notwendig machten.

Noch am Vorabend, also rund zehn Stunden vor dem Start, sinnierte Krutzler noch über seine Laufstrecke, ehe es am vergangenen Samstag um 6 Uhr Früh schon losging. Am heimischen Thunsee absolvierte er die Schwimmstrecke in 1:26:35 Stunden, etwa zehn Minuten schneller als geplant. Nach einem zügigen Umstieg auf das Rad lief es auch mit den Pedalen sehr gut und die knapp 182 km am Rad konnte er in 5:54:23 Stunden absolvieren. Begleitet von seinem Sohn auf dem Rad, hatte der LMB-Athlet mit der Laufstrecke dann doch einige Probleme. „Das Ganze hatte etwas von einem Intervalltraining“, erklärte Krutzler, der des Öfteren Geh-Pausen einlegen musste. Als neues Ziel wurde eine Endzeit von 12 Stunden festgelegt. Erst auf den letzten 2,5 km konnte er wieder Lauftempo aufnehmen und brachte mit 11:54,31 Stunden noch eine passable Endzeit bei seiner Langdistanz-Premiere zustande.

Persönliche Bestzeit als Lohn für die Mühen

Durch das gute Abschneiden beim Triathlon in Sankt Pölten qualifizierte sich LMB-Triathlet Domagoj Mohl aus Lindgraben für die europäische Meisterschaft auf der Mitteldistanz in Kaiserwinkl Walchsee und nahm die Möglichkeit, innerhalb von nur vier Wochen zwei Mal an den Start eines Rennens gehen zu können, gerne wahr.

Zu bewältigen gab es 1,9 km Schwimmen, 45 km Radfahren und 21 km Laufen. Unter 1.600 AthletInnen stürzte sich Mohl ins Rennen. Nach 42 Minuten im Wasser ging es auf das Rad, wo es zunächst auf schmalen Straßen bergauf ging und dann mit bis zu 65 km/h wieder bergab. Danach abwechselnd bergauf und bergab, ehe der Lindgrabener nach 2:45 Stunden wieder absteigen konnte.

Die Laufstrecke führte mit vier Runden zu je 5,25 km um den Walchsee. Unter der großen Anfeuerung der zahlreichen Zuseher, absolvierte der LMB-Triathlet diese in 1:45:11 Stunden und wurde von seiner Frau und Freunden nach gesamt 5:21:09 Stunden im Ziel in Empfang genommen.

Dies bedeutete eine neue persönliche Bestzeit für Mohl über die Mitteldistanz. „Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, mein Land bei den europäischen Meisterschaften vertreten zu dürfen. Die Organisation war einfach perfekt und auch der Rahmen hier war wunderschön“, war Mohl nicht nur von seiner tollen, sportlichen Leistung begeistert.

Frei nach dem Motto „Nach dem Rennen ist vor dem Rennen“ hat Domagoj Mohl mit dem IronMan Italy im September schon sein nächstes sportliches Ziel vor Augen, auf das er hintrainieren wird.