Stössl übernimmt Tabellenschlusslicht . Der ehemalige Weppersdorf-Coach Edi Stössl wird in Zukunft die Geschicke beim SC Lockenhaus-Rattersdorf leiten.

Von David Schweighofer und Eva  Klikovics. Erstellt am 07. November 2020 (00:45)
Neue Aufgabe. Edi Stössl nimmt die Herausforderung an und coacht von nun an Tabellenschlusslicht Lockenhaus-Rattersdorf.
Frank

Nach einem Kaderumbruch im Sommer und einer bis dato mehr als überschaubaren Saison, entschied sich (Ex-)Lockenhaus-Coach Jürgen Fruhmann für einen Rücktritt. Geschäftsführer Gerhard Pichler übernahm interimistisch, stand aber nur einmal gegen Forchtenstein an der Seitenlinie. Ein neuer „starker“ Mann sollte her. Den hat man jetzt in Person von Edi Stössl gefunden. Er kommt vom ASK Weppersdorf. „Als wir Edi verpflichtet haben, war das Ziel, dass er die Einheimischen zu Kampfmannschaftsspielern macht. Das ist ihm definitiv geglückt. Die erste gemeinsame Saison mit ihm als Trainer haben wir im guten Mittelfeld absolviert. In der zweiten Saison haben wir einen Cuptitel geholt und letzte Saison waren wir Herbstmeister“, blickt Weppersdorfs Sportlicher Leiter Markus Müller auf eine erfolgreiche Zeit zurück. Genau das waren auch die Gründe, warum man sich in Lockenhaus so um den 40-Jährigen bemüht hat. „Er war auch schon im Sommer bei uns ein Thema. Der Kontakt ist seitdem nie abgerissen“, so Pichler.

Stössl gilt als akribischer Arbeiter, der nichts dem Zufall überlässt. In Lockenhaus hofft man derweilen, dass man unter dem ehemaligen Goalgetter und Neo-Coach den „Turnaround“ schaffen kann. „Er hat jetzt einige Zeit, die Mannschaft kennenzulernen. Wir wollen mit ihm den Weg, mehr einheimische Spieler in der Kampfmannschaft zu integrieren, fortsetzen und hoffen, dass er das ganze Potenzial aus der Mannschaft rausholen kann“, hegt Pichler große Erwartungen. Stössl freut sich natürlich schon auf die neue Aufgabe, stellt aber bezüglich Ex-Verein klar. „Ich möchte mich aufrichtig und herzlich beim gesamten Team bedanken. Natürlich schwingt Wehmut mit, denn ich habe in Weppersdorf schöne Zeiten erlebt, aber auf der anderen Seite freue ich mich auf Zukünftiges. Es ist ein neuer Schritt in eine höhere Liga und das motiviert mich sehr.“

Neo-Trainer Stössl hat man in Lockenhaus jedenfalls inzwischen bereits mit offenen Armen empfangen. Dieser war sehr angetan von seinem neuen fußballerischen Arbeitsumfeld: „Ich war überrascht von dem überaus positiven Auftreten mir gegenüber, sowohl was die Spielern als auch die Funktionäre betrifft.“