Mannschafts-Meisterschaft nach Absagen neu gelost. Das Aussetzen von Piringsdorf, Horitschon und Köszeg führte zu Anpassungen in den Klassen.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 02. Juni 2020 (20:32)
Pause. Christian Fuchs und seine Kollegen vom TC Piringsdorf zogen ihre Nennung zurück.
BVZ

TENNIS | Bis 18. Mai hatten die Teilnehmer an der Mannschaftsmeisterschaft des Burgenländischen Tennisverbands aufgrund der Corona-Pandemie Zeit, ihre Nennung sanktionslos zurückzuziehen. Burgenlandweit machten insgesamt 92 Mannschaften bei der Jugend, der Allgemeinen Klasse und den Senioren, also 11,9 Prozent der 773 Teams, von dieser Option Gebrauch. „Das war in etwa die Zahl, die wir erwartet hatten“, meint BTV-Generalsekretär Markus Pingitzer.

Im Bezirk Oberpullendorf machten die Vereine aus Horitschon und Piringsdorf von diesem „Corona-Recht“ Gebrauch. Bei der Entscheidung, auf die Meisterschaft zu verzichten, stand allerdings weniger die Angst vor Infektionen, als die Gestaltung der Meisterschaftsspiele im Vordergrund.

Horitschons Obmann Thomas Dillhof begründete den Rückzug seiner beiden Herren-Teams in der 3. Klasse OP sowie der Einsteigerklasse so: „Wir spielen alle hobbymäßig Tennis. Eine Meisterschaft, in der wir nur hinfahren, ein Einzel spielen und wieder nach Hause fahren, ist für uns nicht denkbar. Das Doppel und das Zusammensitzen nach den Spielen sind für uns ein wichtiger Bestandteil.“

Beim TC Piringsdorf (2. Klasse OP und Einsteigerklasse) sorgte die Ungewissheit für die einjährige Meisterschaftspause. Mannschaftsführer Michael Pfneiszl erklärt: „Wir haben lange darüber diskutiert. Wenn, dann wollten wir eine komplette Meisterschaft mit Einzel und Doppel spielen. Es war eine schwere Entscheidung.“ Zurückgezogen wurden allerdings nur die beiden Herren-Mannschaften. Die Damen gehen in der Landesliga B an den Start.

Gerne gespielt hätten übrigens die Teams aus der ungarischen Grenzgemeinde Köszeg, aufgrund der aktuell noch geschlossenen Grenzen mussten aber alle Mannschaften aus dem Bewerb genommen werden.