Oberpullendorf: Ziel trotz Niederlage nicht in Gefahr. Oberpullendorf unterlag Neusiedl im Derby mit 2:6, sicherte sich aber dennoch den letzten Platz im mittleren Play-Off.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 19. Februar 2021 (02:23)
Ziel erreicht. Martin Gutschi, Florian Schmidt und Philipp Patzelt (v.l.) mussten sich Neusiedl geschlagen geben, landeten aber dennoch auf Rang zwölf des Grunddurchgangs und somit im mittleren Play-Off.
zVg

Die guten Leistungen in den vergangenen fünf Meisterschaftsrunden, die vier Siege und ein Unentschieden brachten, reichten für Oberpullendorfs Einserteam bei den Herren aus, um das adaptierte Saisonziel – nämlich einen Platz im mittleren Play-Off zu ergattern – zu erreichen. Vor dem Saisonstart hatte man zwar vor, sich weiter nach vorne zu orientieren, doch coronabedingte Ausfälle (Anm.: Viermal musste man in Unterzahl antreten) machten das Vorhaben in der engen Liga rasch zunichte. Am Ende reichte es zu Rang zwölf nach dem Grunddurchgang.

Nach Diskussionen wich die Konzentration

Der Vorsprung auf Alterlaa und Gratwein schmolz am vergangenen Wochenende nach der 2:6-Niederlage in Neusiedl auf nur einen Punkt. „Das Resultat ist klarer, als es die Begegnung war“, meinte Philipp Patzelt nach der Niederlage. Florian Schmidt sorgte mit einem 3:2-Erfolg über Michael Seper für einen guten Start. Im dritten Spiel des Tages sollte die Vorentscheidung fallen. Martin Gutschi unterlag Philip Enz in einem hochemotionalen Spiel mit 3:2. Funktionäre der Heimischen entfachten im Anschluss allerdings eine überflüssige Diskussion, welche den Oberpullendorfern in der Folge mehr zusetzte. „Die war nicht förderlich für unseren Auftritt, das merkte man in den folgenden Spielen“, berichtet Patzelt. Er selbst konnte zwar noch einen 3:2-Sieg über Enz einfahren, danach war aber nichts mehr zu melden. „Leider war Neusiedl an diesem Tag insgesamt spielerisch einfach besser. Für uns war dieses Match jedoch nicht nur sportlich eine Enttäuschung“, fasste Patzelt die Niederlage zusammen.

Nun geht es im mittleren Play-Off um die Plätze sieben bis zwölf. Gegen die Gegner aus Kapfenberg, Leoben, Mariahilf/Langenzersdorf, Guntramsdorf und Innsbruck hat man nach dem Grunddurchgang eine ausbaufähige Bilanz von drei Niederlagen, einem Unentschieden und nur einem Sieg vorzuweisen.

Übrigens: Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit dürfen auch Oberpullendorfs Bundesliga-Damen endlich wieder an die Platte. Am kommenden Samstag wird in Tulln die erste Sammelrunde seit 25. Oktober 2020 ausgetragen.