Private Einblicke in Thomas Tiefengrabers Leben. Thomas Tiefengraber, BVZ-Sportler des Jahres im Bezirk Oberwart, über seine Karriere, Vorbilder und Leben im Corona-Alltag.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 19. April 2020 (01:34)
Privates Glück. Thomas „Tiefe“ Tiefengraber auf der heimischen Couch mit seiner Freundin Julia Jandl, mit der er seit einigen Jahren liiert ist.
Tiefengraber

Die BVZ bat Großpetersdorf-Kicker Thomas Tiefengraber zum Word-Rap. Und der 28-Jährige zeigte sich gesprächig.

Thomas Tiefengraber über ...

... knapp zehn Jahre im Kampfmannschafts-Betrieb.

Zusammenfassend eine sehr schöne Zeit, die viel zu schnell vergeht. Ich konnte wunderbare Eindrücke sammeln, wie etwa den Meistertitel und Burgenlandliga-Aufstieg mit Pinkafeld oder auch so manches Tor, das ich zum Beispiel vor den Augen meiner Familie erzielen konnte.

... seine Pinkafeld-Zeit und ob es sein Herzens-Verein sei.

Herzens-Verein nehme ich nur selten in Gebrauch, auch wenn ich mich beim SCP lange sehr wohlfühlte. Es ist aber etwas Besonderes, vor so vielen Leuten spielen zu dürfen. Mittlerweile stellte sich dieses Gefühl aber auch in Großpetersdorf ein. Richtig schön finde ich es aber, wenn mich Pinkafelder auf der Straße treffen und meinen, dass sie mich gerne wieder beim SCP kicken sehen würden.

... warum es nicht ganz reichte.

Schwierig zu beurteilen. Es gab zu dieser Zeit sehr viele, sehr gute Spieler. Ich wollte dann einfach mehr Spielzeit und ging nach Oberschützen.

... die UFC-Zeit und die Arbeit unter Michael Horvath.

Dort war es vor allem kameradschaftlich genial. Michael war nicht immer da, aber wenn, war es natürlich immer top.

... den SV Großpetersdorf und sportlich schwierige Zeiten.

Es war dort wirklich nur sportlich schwierig, der Rest passte einfach. Der SVG schaffte es immer – bis aufs letzte Jahr.

... Markt Allhau und die abermalige Perspektive Burgenlandliga.

Mein Pinkafelder Ex-Trainer Sandor Homonnai ermöglichte mir den Weg zurück und es war eine gute Entscheidung. Vor allem die Spiele und Tore gegen Pinkafeld waren sehr besonders.

... sein Berufsleben und die dadurch fehlende Zeit für Fußball.

Ich begann im September 2018 zusätzlich zum Studium mit dem Unterrichten und ich musste sehr viel Zeit investieren. Es war leider nicht mehr möglich, dreimal die Woche aus Wien zum Training zu fahren.

... seinen zweiten Aufenthalt in Großpetersdorf und den Abstieg.

Es war schon ein bisschen wie nach Hause kommen. Ein vertrautes Umfeld, Spieler, mit denen man befreundet ist und Zuseher, die einen schätzen und respektieren. Die Rückrunde, als ich zum SVG wechselte, war schwer in Ordnung, aber wir verbockten es dann in der letzten Halbzeit der Saison.

... die starke Hinrunde 2019 und der bittere Status quo.

Keine einzige Niederlage spricht da für sich. Eine eventuelle Saison-Annullierung (Anm.: Redaktionsschluss war vor der ÖFB-Präsidiumssitzung) wäre für uns der Supergau, auch weil es schmerzen würde, einen Vorsprung von neun Punkten zu verlieren. Sollte es aber so kommen, bin ich überzeugt, dass wir im Herbst neu durchstarten.

... etwaige sportliche Vorbilder und besondere Trainer.

Ich spielte mit vielen gerne zusammen und ich konnte mir auch von einigen etwas abschauen. Marc Kerschbaumer zum Beispiel oder auch Goalie Andreas Neubauer. Bei den Trainern waren Sandor Homonnai und Andi Konrad sicher prägend für meine Karriere.

... Hobbies.

Sport im Allgemeinen. Im Winter Skifahren und im Sommer Tennis. Da gibt es oft heiße Duelle mit Martin Kollowein.

... seine beruflichen Ziele und das Leben im Corona-Alltag.

Derzeit unterrichte ich in Wien Sport und Mathematik an einer NMS. Wir stellten schon im März auf e-learning um, was für alle eine besondere Herausforderung ist. Ich habe derzeit nämlich auch noch Seminararbeiten für das Masterstudium zu erledigen. Geht aber alles gut, bin ich im nächsten Sommer fertig. Auf diesen Tag und die Feier mit meiner Familie freue ich mich schon jetzt extrem.