SV Kroisegg: Elend langes Warten auf Erfolgserlebnis. Der SV Kroisegg punktete seit 14 Monaten nicht mehr. Spätestens 2021 soll sich das ändern. Der Trend geht dahin.

Von Maximilian Wiesler. Erstellt am 07. Dezember 2020 (00:55)
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Zu häufig zweiter Sieger. Der SV Kroisegg (l.) wartet seit vielen Monaten auf ein sportliches Erfolgserlebnis – sprich einen Punkt. Mit neuem Elan will man es nach der Corona-Unterbrechung neu versuchen.
D. Fenz

Als Kapitän Christoph Gutmann nach einem Solo übers halbe Feld, ohne Kompromisse zum 2:1 gegen Hochart abzog, spielte die Kroisegger Fußballwelt verrückt. Die Mannschaft war in ihrem letzten Herbst-Spiel einem Punktgewinn so nahe wie schon lange nicht mehr. Bis zur 83. Minute! Die Hocharter Kicker rund um Dieter Höfler und Kollegen, fahren gegen Ende vollstes Tempo, stellen auf 3:2 und lassen Kroisegg weiter auf ein Erfolgserlebnis warten.

Das tut man mittlerweile schon mehr als ein Jahr. Am 22. September 2019 feierte man, just gegen (Lieblingsgegner) Hochart, den letzten Meisterschaftssieg (5:2) und gleichzeitig auch den bis dato letzten Punkt – damals noch unter Trainer Velibor Vasilic. 14 Monate sind seither vergangen. Die Saison 2020/2021 beendete das Team ganz unten in der Tabelle.

Der Kader wurde im Sommer umgekrempelt, sieben Neue schlugen auf. Und wussten in der Vorbereitung durchaus zu gefallen. In der Meisterschaft wird aber anders gepokert. „Wir hätten viel aggressiver spielen müssen, um Erfolg zu haben“, sagte Pressesprecher und Kassier in Personalunion, Horst Gruber. „Mit der Zeit wurde der Druck immer größer.“

Nach drei Runden wurde der Trainer gewechselt, „Feuerwehrmann“ Ewald Schermann sprang ein. „Von da an ist es sukzessive besser geworden. Und man hatte immer mehr das Gefühl, dass wir doch noch anschreiben können. Der Lockdown ist uns dann eben dazwischengekommen.“ Ein Radikal-Umbau des Kaders, wie zuletzt, steht für den Winter nicht am Plan. Dem Team soll Zeit gegeben werden sich zu finden, das Potenzial voll ausgeschöpft werden, und alle bleiben, inklusive Chefcoach Schermann selbst.

Bis dorthin heißt es „(Corona-)Pause“. Eine Prognose, wann es denn weitergeht, traute sich Gruber nicht abzugeben. „Wenn man das wüsste, könnte man viel Geld verdienen.“ Er hofft auf einen (Kroisegger) Frühling.