Imre Jeger: Vom Schiri zum Chef

Der zuletzt noch in der Burgenlandliga pfeifende Ex-Stürmer zieht sich aus seinem Schiedsrichter-Dasein zurück und wird 2022 neuer Cheftrainer in Eltendorf.

Erstellt am 15. Januar 2022 | 01:11
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Beim SV Eltendorf nehmen die Pläne für die Frühjahrsmeisterschaft Fahrt auf. Dafür klärte man zuletzt die wichtigste Personalie, nämlich jene des Trainers. 2022 wird ein neuer Mann an der Seitlinie des ehemaligen Burgenlandligisten stehen: Imre Jeger, der zuletzt als Schiedsrichter aktiv war, zuvor aber auch lange als Stürmer für den USV Rudersdorf, den ehemaligen SV Güttenbach oder auch den USV Dobersdorf auf Torjagd ging, tritt beim SVE seine erste Station als Trainer und die Nachfolge von Gerhard Pummer an. Während Pummer aus beruflichen Gründen kürzertritt, dem Trainerstab aber in beratender Funktion zur Seite steht, musste Jeger seine Karriere als Schiedsrichter verletzungsbedingt beenden. Nun freut er sich auf seinen neuen Job: „Ich war im letzten Jahr drei, vier Monate an der Wade verletzt und kein Arzt konnte mir sagen, was wirklich los ist. Zudem habe ich drei Kinder, mit denen ich dauernd herumfahre. Da kam dann die Idee mit Eltendorf auf.“

Dort ist der heute knapp 42-Jährige ein gern gesehener Gast, kickt er doch mit den ganzen Eltendorf-Granden in der Altherren-Mannschaft mit. „Dort kenne ich alle“, schmunzelte er und ergänzte: „Ich hatte noch in Ungarn den Trainerschein, der jetzt nicht mehr gilt. So gehe ich jetzt die Trainerausbildung an und will auch den Schein machen.“ Im Sommer 2015 legte Jeger derweil seine Schiri-Prüfung ab und steigerte in jedem Jahr sein Pensum. Zuletzt war er gar als Hauptschiedsrichter in höheren Gefilden aktiv und pfiff beispielsweise noch im Herbst den Burgenlandliga-Schlager zwischen dem SV Oberwart und dem FC Deutschkreutz. Nun startet er in seine neue Aufgabe, die ab diesem Samstag, sofern Corona nicht dazwischen kommt, mit dem Trainingsstart beginnt.

Gerebics kommt neu dazu

Beim Sechsten der abgelaufenen 2. Klasse Süd C-Hinrunde – die drei 2. Klassen werden in eine Meister- und zwei Cupgruppen eingeteilt – freut man sich auf den heute in Rudersdorf wohnenden gebürtigen Ungarn. „Imre bringt viel Erfahrung mit. Eine gute Lösung“, so der Sportliche Leiter Rainer Pummer.

Auch auf Spielerseite machte der SVE Nägel mit Köpfen: Nach dem Karriereende von Daniel Pausch war man gezwungen auf der Position des Innenverteidigers nachzujustieren. Mit Gergö Gerebics, der in Güssing bereits Landesliga-Luft schnupperte und auch beim SV Heiligenkreuz zum Stammpersonal zählte, schließt sich ein sehr erfahrener Innenverteidiger dem Tross an. Zudem holte man mit Thomas Perdacher einen weiteren zentralen Verteidiger an Bord. Dieser kickte zuvor beim SV Rosegg in Kärnten.