Der „Rechnitz-Chef“ schwitzt selbst. Beim SV Rechnitz herrscht nach einer ruhigen Transferphase Lockerheit. Einzig Stammkraft Martin Wagner schloss sich Jabing an. So mutiert der Trainer zum SVR-Dauerläufer.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 16. Februar 2021 (01:45)
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Angerichtet. Schlainings Trainer Rene Varga will Großpetersdorf ein Schnippchen schlagen
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Der SV Rechnitz und die Hinrunde – ein schwer zu definierendes Feld. Als aktueller Achter steht man prinzipiell gut da, hat einen großen Polster auf die Abstiegszone und dennoch war man mit der Ausbeute von 14 Zählern nicht ganz zufrieden. Hie und da war mehr drin, dem ist man sich beim Traditionsverein durchaus bewusst, wohlwissend, dass man in der annullierten Saison 2019/20 ganz unten drinsteckte. Schon im letzten Winter drehte man seinen Kader auf Null, holte neue Legionäre und mit Rene Varga auch einen 2. Liga-erprobten Cheftrainer. Über den Sommer passierte dann transfertechnisch wenig, wie auch jetzt. Ein einziger Zugang – der junge Hodiser Goalie Andre Schwarzmayer – wird 2021 das SVR-Trikot tragen, während sich im Gegenzug mit Martin Wagner, Marcus Varga und auch Nino Kirnbauer drei doch nicht unwichtige Kaderspieler in Richtung Hodiser Nachbarn verabschiedeten.

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Abgang zum Liga-Konkurrenten. Martin Wagner (r.) war beim SV Rechnitz so etwas wie der Mann für alle Fälle, auch weil er variabel einsetzbar war und sehr solide seinen Stiefel runter spielte. Nun geht es für ihn nach Jabing.
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Natürlich sei es laut Varga „schade“, sie zu verlieren, wobei sich nun eben für andere Kräfte die Chance von 2. Liga-Einsatzzeiten auftun. Dabei gibt es in Rechnitz einige interessante junge Kicker hintendran, die nun eben ihre Tauglichkeit bestätigen müssen. Auch von Lagerkoller angesichts der mittlerweile doch zehrenden Corona-Pause ist nichts zu spüren. Seit Anfang Jänner befindet sich die Kickerzunft rund um Thomas Brunner und Kollegen im Heimtrainingsmodus. Da macht auch der Trainer mit, der stolz erzählt: „Als Mannschaft sind wir bis dato schon 1.700 Kilometer gelaufen.“ Nachsatz mit einem Augenzwinkern: „Ohne den Trainer wäre diese Zahl nicht möglich gewesen.“ Es gilt, bereit zu sein, wenn der Start für gemeinschaftliches Arbeiten erfolgt.

Abwarten musste man zu Wochenbeginn noch, was mit den Legionären rund um Milan Baliko passiere. In Ungarn ist das Transferfenster noch offen, wobei die SVR-Männer eigentlich unisono ihren Verbleib bekräftigten. Varga: „Es wäre wirklich blöd, wenn noch einer gehen würde, aber wir haben eigentlich fixe Zusagen von ihnen.“