„Schnellschuss gibt es keinen“ beim SV Neuberg

Erstellt am 12. August 2022 | 00:03
Lesezeit: 3 Min
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Vorbereitung auf zwei schwere Spiele. Rene Csencsits wird die Elf mit David Jandrisits auf Stegersbach und Jennersdorf einstimmen.
Foto: BVZ
Beim SV Neuberg wird es innerhalb des Trainerteams zu Veränderungen kommen. Man will so auch Reize und Impulse setzen, um nicht vollends unten reinzurutschen.
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Der Saisonstart beim SV Neuberg ist verpatzt. Das verheimlicht rund um den ehemaligen Regionalligisten keiner. Dabei störte alle, die es mit dem SVN halten, weniger die letzte Heimniederlage gegen starke Grafenschachener, sondern viel mehr das 1:2 zum Auftakt in Heiligenbrunn. Dort führte man lange mit 1:0, ehe man sich gegen Ende noch die Butter vom Brot nehmen ließ.

„Das war unnötig“, resümierte auch Obmann Martin Konrad, um anzufügen: „Da gaben wir eine schon gewonnene Partie noch aus der Hand.“ So ziert man nach zwei Spielen das 2. Liga-Tabellenende und ist auch die bis dato einzige Mannschaft ohne einen Punkt. Die Krux dabei? Einfacher wird es in der Doppelrunde, die nun am kommenden Wochenende stattfindet, nicht. Erst geht es am morgigen Freitag in Richtung Stegersbach, am Montag wartet dann das Heimspiel gegen den UFC Jennersdorf. Zwei Titel-Anwärter, die ihrerseits den Anspruch anmeldeten, ganz oben und im besten Falle um den Burgenlandliga-Aufstieg mitzuspielen.

Das ist in Neuberg in diesem Jahr kein Thema, viel mehr geht es darum, konstant zu punkten und nicht ganz unten rein zu rutschen. Die Liga ist nämlich extrem ausgeglichen, noch mehr als das im Vorjahr schon der Fall war. Oberhaupt Konrad glaubt weiter an seine Elf – egal gegen wen es auch gehen mag: „Wir haben genug Qualität drin, um Spiele für uns zu entscheiden.“ Sandro Csencsits beispielsweise, der sich offensiv immer aufreibt, oder auch die beiden neuen Legionäre Mario Kreso und Ivan Hajdic zeigten das nicht nur im Vorjahr schon.

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Ein bisschen Fußball-Pause. Georg Konrad, Sportlicher Leiter und zuletzt auch im Trainerteam dabei, wird ein wenig kürzertreten.
Foto: BVZ

Es braucht neben der gewissen Prise Extraklasse aber auch viel mehr Geschlossenheit. „Es geht jetzt um die Neuberger Tugenden, die uns über Jahrzehnte auszeichneten“, so der Obmann weiter und meinte damit Herz, Leidenschaft, Kampfkraft. Für das stand Neuberg im Südburgenland wie kaum ein zweiter Verein und schaffte es so, neben fußballerische Klasse, in die höchsten Amateurligen Österreichs.

So lässt man nichts unversucht und wird auch innerhalb des Trainerteams Änderungen vornehmen. Betreut wurde die Elf zuletzt von Rene Csencsits und Georg Konrad, wobei sich Letzterer wieder etwas zurückziehen wird. „Wir werden da jetzt Gespräche mit etwaigen Kandidaten führen, aber es wird sicher keinen Schnellschuss geben. Es braucht jetzt einfach den richtigen Mann“, so Martin Konrad.