Die Oberwart Gunners spielen um die letzte Chance. Kapitän Sebastian Käferle will unbedingt fit werden und aktiv ein Spiel fünf in Gmunden erzwingen.

Von David Marousek. Erstellt am 29. April 2021 (02:12)
Gunners-Kapitän Sebastian Käferle arbeitet mit Hochdruck an seinem Blitzcomeback. Am vergangenen Sonntag verletzte er sich beim Sieg über die Gmunden Swans.
D. Fenz, D. Fenz

Wie so oft in dieser Saison lautet das Motto der Gunners: „Totgesagte leben länger“. Beim Stand von 0:2 aus Sicht der Oberwarter kämpfte die Leitner-Truppe den Favoriten auswärts nieder und erzwang zumindest ein weiteres Spiel zuhause. Wenn auch mit bitterem Beigeschmack, denn nach einem unsportlichen Foul von Enis Murati an Gunners-Kapitano Sebastian Käferle musste ebendieser verletzt raus.

Wir erinnern uns zurück: Bereits im Liga-Alltag gerieten die Gunners, in Person von Quincy Diggs, und Enis Murati, aneinander. Am Ende wurde Diggs für zwei Spiele gesperrt, eines davon auf Probezeit. In der Woche zuvor führte Diggs seine Gunners noch zum Cupsieg, genau gegen eben diese Gmunden Swans. Headcoach Horst Leitner wollte den Zwischenfall nicht mehr kommentieren: „Ich gehe auf das Thema nicht mehr ein.“

Aber zurück zur Gegenwart, in der die Gunners vorerst auf 1:2 gestellt haben. Sebastian Käferle arbeitet nach seiner Wadenverletzung am Comeback. Bis Donnerstag muss das klappen. Die Chancen konnte Headcoach Horst Leitner aktuell nicht beziffern: „Ich bleibe weiter bei meinem Wunsch nach einem Wunder.“ Sechs Spritzen Blut seien Käferle entnommen worden, der Verdacht lautete Muskelfaserriss.

Eine starke Leistung, trotz Ausfall des Antreibers Käferle, zeigte Jonathan Knessl, der wichtige Punkte scorte. „Er ist schon die ganzen Playoffs über richtig gut“, lobte Leitner seinen Spieler. Wenn sich die Gunners auch am heutigen Donnerstag (20.15 Uhr) durchsetzen, dann gibt es Spiel fünf gleich darauf am kommenden Sonntag. Spätestens dann entscheidet sich, wer den Kapfenberg Bulls in das große Finale der Superliga folgen wird. Für Edi Patekar muss man das zuletzt Gezeigte konservieren: „Wir haben sehr viel Charakter gezeigt – in der ersten und zweiten Halbzeit, als wir nur mehr fünf Leute waren, ohne den Basti. Es war ein wirklich großer Schritt für uns, darauf müssen wir weiter aufbauen.“