Ausgelassene Stimmung beim SV Oberwart

Erstellt am 22. September 2022 | 02:26
Lesezeit: 3 Min
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Starkes „Wir-Gefühl“! Der SVO präsentiert sich als echtes Team und holte in Bad Sauerbrunn den nächsten Sieg. Bis zum Winter gilt es, das Spitzenfeld rund um Tabellenführer Parndorf unter Druck zu setzen.
Foto: Bernhard Fenz
Nicht nur wegen des klaren 4:0-Sieges in Bad Sauerbrunn gab es in Oberwart nichts zu bekritteln. Die Mannschaft agiert als Einheit und will das nun weiter bestätigen.
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Der SV Oberwart nähert sich Stück für Stück den Tabellenregionen, die man schon vor Saisonbeginn ins Auge gefasst hatte.

Platz vier ist der aktuelle Stand der Dinge: Tendenz steigend! Tritt man nämlich so wie zuletzt im Bad Sauerbrunner Kurort auf, gibt es in der Burgenlandliga nur wenige Mannschaften, die es mit Thomas Herrklotz und Kollegen aufnehmen können.

„Der Auftritt stellte uns wahnsinnig zufrieden“, sagte auch Sportkoordinator Peter Lehner und fügte an: „Es hätte in der zweiten Halbzeit dann auch noch höher ausfallen können.“

Etwas mehr als einen Monat ist es her, dass Ex-Trainer Florian Hotwagner und der Verein auseinandergingen. Der Start war durchwachsen und zudem schied man bei der Gemeinde Tobaj früh aus dem BFV-Cup aus. So zog sich „Hoti“, der sich rund ums Informstadion sehr hoher Beliebtheit erfreut, aus eigenen Stücken zurück und überließ das Feld seinem interimistischen Nachfolger Patrick Tölly.

Dieser war U16-Trainer und auch für die erfolgreiche Reserve zuständig, ehe er nach oben befördert wurde und seitdem noch keine Niederlage einstecken musste. „Das ist eben das Unberechenbare am Fußball. Klar ist, dass die Mannschaft enger zusammenrückte, wir sie im Gegenzug aber auch mehr in die Pflicht nahmen“, so Lehner, der nachschoss: „Die ganze Geschichte ging emotional an keinem vorbei.“

Die beste Bewältigung der schmerzhaften Vergangenheit? Siege! Und diese traten in letzter Zeit in schöner Regelmäßigkeit auf. Mit dem Höhepunkt in Bad Sauerbrunn, wo auch Coach Tölly nur lobende Wort für seine kickende Zunft fand: „Wir ließen über 90 Minuten quasi nur zwei Halbchancen zu und kontrollierten es komplett. Wir spielten es souverän zu Ende und waren in allen Belangen überlegen.“

So war es laut dem „Chef“ ein „super Auswärts-Auftritt“, der einen Tag später bei einer Teambuilding-Maßnahme in der neuen Stocksporthalle abgerundet wurde. 20 Leute waren mit von der Partie, die Neuzugänge feierten ihren Einstand und auch „geschossen“ wurde scharf.

„Natürlich ist die Stimmung derzeit unser Pluspunkt. Wir treten als Team auf und haben keine Individualisten drin. Es war eine super Aktion“, erklärte Tölly, der sich stellvertretend beim Veranstalter bedanken wollte. Zurück zum Sportlichen, wo es gegen Ritzing weitergeht. „Ein für uns schwerer Gegner, aber es wird schon richtungsweisend, wohin die Reise gehen wird“, meinte Sportchef Lehner dazu.