Oberwart - Pinkafeld: Klassiker mit klaren Rollen. Das historisch brisanteste Nachbarschaftstreffen steht am Freitag im Informstadion an. Ob die Vorzeichen dabei zählen?

Von Patrick Bauer. Erstellt am 15. Oktober 2020 (01:08)

„Flutlicht an“ im ehrwürdigen Informstadion, der große Rivale vergangener Jahre gibt sich die Ehre. Das Burgenlandliga-Team der Stunde vom SC Pinkafeld reist die wenigen Kilometer Richtung Oberwart, wo man seine zuletzt beeindruckende Form bestätigen will. Mit 4:1 gewann die Elf von Maxi Senft zuletzt gegen das Deutschkreutzer Top-Team und hinterließ nicht nur beim SVO einige Fragezeichen, ob dieser Leistung. „Die Pinkafelder arbeiten sehr gut, verstärkten sich sehr gut und haben auch einen sehr guten Trainer. Sie sind verdient das Team der Stunde“, lobte Oberwarts Sportkoordinator Peter Lehner, fügte aber auch an: „Die Leichtigkeit liegt sicher bei ihnen, während wir uns alles 17 Mal erarbeiten müssen. Aber es ist gut, dass genau dieses Spiel jetzt kommt. Wir können das Momentum wieder auf unsere Seite ziehen.“ Die Rollen seien laut ihm auch klar verteilt: „Die kommen mit großer Brust und sind natürlich Favorit.“ Auch weil am Montag der nächste Schock kam: Bernd Kager verletzte sich schwer und fehlt sicher.

Derzeit spricht wirklich vieles für den SCP, wobei Sektionsleiter Alex Diridl davon wenig wissen will. Für ihn sei die Gemengelage komplett offen. „Sie sind ein Spitzenteam und ich erwarte ein extrem enges Spiel. Ich glaube auch nicht, dass es da irgendeinen Favoriten gibt. Egal in welcher tabellarischen Konstellation, das wird immer offenbleiben.“ Pinkafelder Understatement, um die Erwartungen nicht zu hoch werden zu lassen? Diridl: „Wir sind in einer Phase, wo wir im Informstadion punkten wollen. Zu favorisieren ist aber keine Elf.“