Oberwart-Sportkoordinator: „Unser Weg wird auch in Wien gesehen“

Erstellt am 20. Januar 2022 | 01:41
Lesezeit: 3 Min
Mit dem Transfer von Simon Radostits ist der SV Oberwart (fast) fertig.
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Am Montagabend war es dann so weit. Nach einigen Hausübungen in Form von selbst ausgeübten Laufeinheiten, bat Cheftrainer Florian Hotwagner seine Elf zum Auftakt. Mit diversen „Testungen“, wie es der Coach nannte, ging es los. Am Dienstag wurde dann ebenfalls noch gearbeitet, was von Donnerstag bis Samstag ebenfalls auf der Agenda steht. Getestet wird in dieser Woche noch nicht, wobei das am kommenden Freitag, ab 19 Uhr, beim SV Stegersbach passieren soll.

Auch die Neuzugänge arbeiteten schon brav mit. Da ist zum einen der aus Rotenturm hochgezogene Peter Gergo, der seine Burgenlandliga-Tauglichkeit nicht nur beim SV Eltendorf schon eindrucksvoll nachwies. Selbiges gilt auch für Neo-Stürmer Noel Kustor, der einst in Horitschon brillierte und dann mit Draßburg auch schon Regionalliga-Luft schnupperte. Und dann gesellte sich zuletzt auch noch Simon Radostits hinzu. Dieser stammt gebürtig aus Oberdorf, aber weil die Eltern in Wien arbeiteten, verlegte man auch Radostits‘ sportliches Tun in die Bundeshauptstadt. Erst beim Wiener Sportklub, dann in den Jugend-Mannschaften von Austria Wien wies der heute 19-jährige Mittelfeldspieler seine Klasse nach. Diese ging gar so weit, dass er bei den Young Violets auch schon Einsätze in der 2. Bundesliga bekam, zumeist aber in der AKA-U18 als Kapitän und Spielmacher auflief. „Wir hatten eineinhalb Monate richtig gute Gespräche und Simon und sein Umfeld entschieden sich dann für uns“, freute sich Sportkoordinator Peter Lehner, der gemeinsam mit Sektionsleiter Michi Benedek den Transfer dann finalisierte. Für diesen war dann auch die nähere Zukunft ausschlaggebend. „Es ist ein gemeinsamer Weg und wir können für seine Entwicklung sehr gut sein“, meinte Lehner weiter und Trainer Hotwagner ergänzte: „Wir konnten ihn von unserem Weg überzeugen.“

Überstürzen will man aber nichts und dem jungen Mann auch nicht zu viel Last aufbürden. „Wir müssen ihm sicher Zeit geben, um dann gemeinsam erfolgreich zu sein“, so Hotwagner und Lehner pflichtete quasi bei: „Es ist als längerfristige Geschichte ausgelegt. Klar will er wieder nach oben, aber es spricht nichts dagegen, dass das nicht auch mit uns passieren kann. Positiv: Unser Weg wird auch in Wien gesehen.“

Gefahndet wird jetzt noch nach einem Innenverteidiger, wo sich Kandidatenfeld laut Sportkoordinator auf „zwei, drei Personen“ eingrenzte.