SV Oberwart: Ohne „Hoti“ in die Zukunft

Erstellt am 18. August 2022 | 01:51
Lesezeit: 3 Min
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Nur konsequent. Weil sich auch die Stimmen aus dem Oberwarter Umfeld mehrten, ob Florian Hotwagner nach einem schwachen Saisonstart noch der Richtige sei, zog er nach dem 0:2 gegen Leithaprodersdorf von sich aus einen Schlussstrich.
Foto: Daniel Fenz
Florian Hotwagner und Assistent Thomas Simon legten ihre Trainer-Ämter zurück.
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Total überraschend kommt es nicht, dass sich der SV Oberwart schon nach vier Spieltagen auf Trainersuche begeben muss. Beginnend mit dem verpassten Ostliga-Ticket im Vorjahr, wo man im Spiel der letzten Chance gegen Parndorf mit 2:3 verlor und nach und nach nicht mehr an die schon gezeigten Leistungen anknüpfen konnte. Bei der Gemeinde Tobaj schied man in der ersten BFV-Cup-Runde nach Elfmeterschießen aus und schon damals herrschte eine Drucksituation, die sich in den letzten Wochen noch einmal steigern sollte. In Güssing gab es dann ein 1:1, ehe man spät gegen Kohfidisch mit 2:0 siegte. In Parndorf hieß es am Freitag 0:4 – der Anfang vom Ende und das 0:2 gegen Leithaprodersdorf war dann nur noch das letzte Tüpfelchen auf dem i. Nicht im positiven Sinne, denn Trainer Florian Hotwagner trat mit Thomas Simon zurück.

Das bestätigte Sportkoordinator Peter Lehner, der als Erster von dieser Entscheidung erfuhr: „Es war dann einvernehmlich“, erklärte der Verantwortliche, um anzufügen: „Bei ihm gibt es einfach nichts zu bekritteln. Die Trainings waren top, die Vorbereitung auf die Spiele und alles weitere auch. Für mich hat er sensationelle Arbeit geleistet. Dennoch wollte er dem Verein auch diesen neuen Impuls geben.“ Der scheidende Coach meinte dazu: „Unser Start war für einen Aufstiegsaspiranten sicher zu wenig. Im Gespräch kamen wir dann zu dem Entschluss, getrennte Wege zu gehen.“

Nachsatz: „Es waren intensive, anstrengende Tage, die an typisch SV Oberwart erinnerten. Mit tut es für die Mannschaft sehr leid, weil ich gerne mit ihnen zusammengearbeitet habe.“ So blieb zu Wochenbeginn unklar, wer die Truppe auf Pinkafeld vorbereiten wird. Assistent Thomas Simon geht ebenso wie sein fußballerischer Chef seiner Wege. Anbieten würde sich Patrick Tölly, der mit der U23 richtig gute Arbeit leistet und dort beinah schon Sieg um Sieg einfährt. Wie es dann aber genau gemacht wird, blieb zu Redaktionsschluss noch unklar. Klar ist auch, dass die Nachfolgeregelung kein Zuckerschlecken wird. Auch die Spieler seien nun noch mehr in der Pflicht als noch zuvor.

Lehner: „Das muss ich jetzt auch erwarten und es ist nun eine Frage der Mentalität. Gegen Parndorf war das noch in Ordnung, gegen Leithaprodersdorf habe ich das schwer vermisst. Ich hoffe, dass wir im Derby in Pinkafeld wieder in die Spur finden.“