Viel Druck auf der Brust des SV Oberwart

Erstellt am 04. August 2022 | 02:50
Lesezeit: 3 Min
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Aufstehen fürs Derby. Einen harten Fight hatten Dominik Sperl und seine SVO-Kollegen in Güssing zu absolvieren. Ähnliches erwartet „Sperli“ nun auch gegen Kohfidisch. Diese stehen nach deren 0:1-Auftakt auch unter Zugzwang.
Foto: BVZ
Nach dem Elfer-Ärger in Güssing geht es für den SV Oberwart nun gegen Kohfidisch um den ersten Sieg des Pflichtspiel-Jahres.
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Eigentlich ist noch gar nichts passiert und dennoch hat man das Gefühl, dass der SV Oberwart mit sehr viel fußballerischem Bauchweh in die neue Spielzeit startete. Gut, das Cup-Aus beim 1. Klasse-Verein von der Gemeinde Tobaj kann man heuer nicht mehr reparieren, aber zumindest das 1:1 im Liga-Betrieb in Güssing kann man als Lerneffekt sehen.

Ein nach zumindest 20 Minuten giftiger und bissiger Gegner wurde über weite Phasen dominiert und auch wenn es nicht ganz so viel Zwingendes wie gewünscht gab, sah man schon in Ansätzen, dass der SVO auch heuer eine gute Rolle einnehmen wird. Der Kader wirkt zum Vorjahr fast noch etwas athletischer und kampfkräftiger und bekam mit Sanel Soljankic im Mittelfeld einen passsicheren Mann dazu.

Die Defensive muss sich indes erst wirklich finden, ließ gegen Güssing aber im Gegenzug überhaupt nichts zu. Offensiv hat Thomas Herrklotz sein Visier noch nicht ganz eingestellt, aber allzu lange wird das auch nicht mehr dauern. Und dann? Ist man in der Burgenlandliga sicher einer der heißen Meister-Tipps. Dafür muss dann sowieso vieles über ein Jahr zusammenlaufen. Diese Erfahrung machte der SVO schon im Vorjahr.

„Unsere Teamleistung in Güssing war auch gut“, sagte Sportkoordinator Peter Lehner und ergänzte: „Ich habe eine sehr konzentrierte Leistung gesehen, wo auch die Rest-Verteidigung richtig stabil war. Güssing hatte einen Torschuss und das war dann der Elfer.“

Auch Trainer Florian Hotwagner war mit dem generell Gezeigten zufrieden: „Wir haben es nur verabsäumt, das 2:0 zu machen. Es war für meine Begriffe auch die richtige Reaktion auf das Tobaj-Ausscheiden.“

Trotz des Lobes braucht es aber auch schnell Erfolgserlebnisse. Ohne diese wird es noch unruhiger, als es sowieso schon erscheint. So wartet am morgigen Freitagabend, ab 19.30 Uhr, das nächste Derby gegen den ASK Kohfidisch. „Es wird in erster Linie wohl wieder auf unsere Mentalität ankommen. Wenn wir kämpferisch alles abrufen, sind wir fußballerisch sicher etwas im Vorteil“, so Lehner.

Coach Hotwagner beobachtete den Gegner noch beim 0:1 gegen Allhau. Seine Eindrücke? „Sie haben mich positiv überrascht. Das wird keine einfache Aufgabe. Mit ihrem neuen Trainer Matthias Dürnbeck haben sie auch eine etwas andere Spielanlage.“ Darauf will man vorbereitet sein – auch mit Jan Takacs, der zurückkehren wird.