Ein ganz normales Derby-Wochenende

Erstellt am 26. Mai 2022 | 03:02
Lesezeit: 3 Min
Doppeltes Nachbarschaftstreffen im Südburgenland, wo am Freitag der SV Oberwart gegen Allhau kickt und einen Tag später dann der SV Güssing in Richtung Kohfidischer „Hexenkessel“ reisen muss.
Werbung

OBERWART - MARKT ALLHAU; FREITAG, 19.30 UHR. Keine einfache Woche hatte der SVO nach dem 2:3 gegen Parndorf hinter sich. Die Aufregung war groß, die Enttäuschung nicht mehr in den Meisterkampf eingreifen zu können, noch größer. „Vor allem zu Beginn der Trainingswoche war das ersichtlich“, sagte Trainer Florian Hotwagner. Umso höher ist dann der späte 4:3-Auswärtssieg in St. Margarethen zu werten, wo man sehr vielen negativen, äußeren Umständen trotzte.

„Einiges war wirklich zach, aber es spricht dann für unsere Elf“, so Hotwagner weiter, der selbst wegen einer Sperre „nur“ Tribünengast war. Das wird auch beim Heim-Derby gegen Allhau noch so sein. Ihn vertritt Assistent Thomas Simon, der seinerseits nur ein Spiel zuschauen musste und von Patrick Tölly vertreten wurde.

„Wir wollen die Saison jetzt aber gut abschließen“, meinte der Coach und Sportkoordinator Peter Lehner schoss nach: „Einfach wird das Derby nicht, aber wir haben dennoch noch einige Ziele. So wollen wir die Heim-Tabelle als Erster abschließen.“ Und dann im neuen Jahr den Angriff Richtung Titel starten. Mit Präsident Gerhard Horn als Oberhaupt, dessen großer Ärger nun als Kampfansage an die sportliche Konkurrenz gesehen werden kann. Die Allhauer wollen sich indes gut präsentieren, kompakt stehen und Nadelstiche setzen.

„Wir tun uns auswärts aktuell einfacher. Auch im Herbst hat keiner mit uns gerechnet, wobei wir dann gegen Oberwart und Pinkafeld sehr gut aussahen“, sagte Pressesprecher Ewald Musser. Personell muss der SVO auf Tobi Bencsics verzichten. Beim UFC dürfte sich nichts ändern.

KOHFIDISCH - GÜSSING; SAMSTAG, 18 UHR. Durchschnaufen war beim SV Güssing angesagt. Die Elf von Christoph Herics hatte ihr spielfreies Wochenende zu absolvieren und nutzte dies zum einen, um Obmann-Stellvertreter Peter Stelzmayer nachträglich zum 75er zu gratulieren und dann am Samstag den Blackbirds gegen Fürstenfeld zuzusehen.

„In den beiden Trainings haben wir viel gesprochen und viel im Wettkampfmodus abgehalten. Das war gut“, so Coach Herics, für den es nun zum Ex-Klub aus Kohfidisch geht. Mit diesem wurde er als Trainer Meister und pflegt natürlich weiter sehr gute Kontakte dorthin.

„Ich gehe von einem offenen Duell aus, sehr kampfbetont und uns erwartet ein Hexenkessel. Wie in Fidisch eigentlich immer.“ Auch GSV-Oberhaupt Hannes Winkelbauer freute sich darauf, auch wenn die Güssinger in den letzten Jahren nicht oft dort jubelten. „Es ist unser großes Ziel, dort zu punkten. Hut ab aber vor ihnen und wie sie in Klingenbach auftraten.“

Personell dürfte Michael Schendl seine Premiere im neuen Jahr feiern, Christoph Urban fehlt gesperrt. Und die Hausherren? Diese haben mit Bianca Schuh eine neue Obfrau – und auch sportlich ist alles auf Schiene. So kämpft man weiter um einen einstelligen Tabellenplatz. Kicker Thomas Polzer: „Ich erwarte ein hitziges Derby.“