SC Pinkafeld: Einmal China und zurück. Nach drei Jahren ist Benjamin Posch wieder im Trainerteam der Pinkafelder mit dabei. Nach seinem langen beruflichen Abstecher in Asien war es Zeit für die Rückkehr.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 26. Juli 2021 (02:12)

„Die Zeit vergeht“, meinte Benjamin Posch, als er am Montag mit der BVZ telefonisch Kontakt aufnahm. Dabei ist es fast nicht zu glauben, dass es schon drei Jahre her ist, als es für den Linksfuß, der in Pinkafeld, Oberschützen, Buchschachen, Schlaining oder Rotenturm kickte, nach China ging.

Eine berufliche Chance – als Lehrer an einer deutschen Schule – tat sich im asiatischen Raum auf und der heute 31-Jährige nahm diese dankend an. Weil er Abenteuern sowieso nicht abgeneigt ist und zudem auch Neues wagen wollte, sprang er in den Flieger und was erst nur für ein Jahr geplant war, dehnte sich dann gar auf deren drei aus.

Bis zuletzt, denn nun war es an der Zeit, die Zelte in China abzubrechen und zurück in heimische Gefilde zu kehren. „Ganz bin ich zwar noch nicht angekommen, aber es wird“, sagt er, der viel erlebt und viel gesehen hat. Und natürlich geht es neben Beruf und Familie, nicht ohne den Fußball.

Zwar wird er selbst nur noch dann kicken, wenn es die Personalsituation verlangt, aber als Trainer kehrt er zum SCP zurück. Dort war er schon einmal als Assistent von Thomas Pratl tätig, ehe ihn die Aufgabe als Rotenturmer Cheftrainer so reizte, dass er auch diese Gelegenheit wahrnahm. Mit nachhaltigem Erfolg, denn 2018 schaffte der ASK die langersehnte Rückkehr in die 2. Liga Süd – mit Posch als Steuermann an der Kommandobrücke.

Drei Jahre sind nun vergangen und beim SCP hat sich einiges getan. Zwar kickt man immer noch in der Burgenlandliga, mauserte sich dort aber zu einem Top-Team, welches extrem professionell arbeitet. Pikanterweise ist heute einer Chef, der Posch damals als SCP-Assistent folgte: Maximilian Senft. Dieser empfing „Benni“, der als Assistent beim Traditionsverein tätig sein wird, mit offenen Armen.

Weil man sich nicht nur kennt und schätzt, sondern auch freundschaftlich verbunden ist. „Wir sind da mit Lukas Bernhart, David Hagenauer, Christian Haselberger und Max ein richtig cooles Team. Mein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Offensive, wo wir gewisse Prinzipien implementieren wollen“, erklärt er, der mit vollem Elan in die neue, alte Aufgabe startet.