Dieter Sachs: Viel Euphorie – mit der nötigen Prise Realismus

Erstellt am 01. August 2022 | 02:35
Lesezeit: 3 Min
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Fokus auf den Wiederaufstieg. Der aus dem Wr. Neustädter Bezirk stammende Dieter Sachs bereitete sich zuletzt mit den Südburgenland-Damen in Heiligenkreuz auf die kommende Saison vor. Im Burgenland ist der Fachmann indes kein unbekannter Mann, coachte er doch schon erfolgreich die Mannschaften aus Neutal oder Marz.
Foto: FC Südbgld.
Mit Dieter Sachs schwingt seit einigen Tagen ein neuer Mann das Zepter beim FC Südburgenland. Die Ziele sind nach dem Bundesliga-Abstieg groß. Das benötigt Erfahrung und die hat Sachs ohne Zweifel.
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Und dann ging alles sehr schnell: Nach einem Anruf von FC Südburgenland-Vorstandsmitglied Simone Fazekas musste der Wr. Neustädter Dieter Sachs nur einen Tag überlegen. Nach dieser Bedenkzeit nahm er das Traineramt bei dem aus der Bundesliga abgestiegenen FC Südburgenland an. So sind die Ziele groß. Die BVZ fragte beim Chef nach.

BVZ: Was waren ihre Beweggründe vom Männer- in den Frauenfußball zu wechseln und wie gefällt es ihnen?

Dieter Sachs: Wie oft bekommt man schon die Chance, eine Damen-Mannschaft zu übernehmen? Genau das dachte ich mir auch und daher war schnell klar, dass ich das Angebot annehme. Ich komme zwar vom Männerfußball, aber die Harmonie passte und zudem war es machbar. Mir macht es bis dato großen Spaß.

Zuletzt befand man sich im Trainingslager in Heiligenkreuz. Wie verlief dieses und welche Erkenntnisse gab es?

Sachs: Natürlich war es ein erstes Kennenlernen zwischen Spielerinnen und Trainer. Es waren auch viele Spielerinnen aus der 1b-Mannschaft mit dabei. Diese werden aber nicht mehr in der Future League zum Einsatz kommen, denn die 1b steigt jetzt in der Steiermark in den Ligabetrieb ein. Ich sehe das als große Chance und Sprungbrett für die erste Mannschaft.

Der Abstieg war hart – geht es gleich wieder nach oben?

Sachs: Natürlich ist es das große Ziel des Vereins und auch von mir. Nach 20 Jahren Bundesliga müssen sich aber auch die Frauen erst einmal umgewöhnen. Zuletzt war man immer Außenseiter. Das wird sich jetzt ändern.

Das bedeutet, dass der FC Südburgenland nun als der große Gejagte gehandelt wird?

Sachs: Das wird man ab Saisonbeginn am 28. August sehen. Wir starten mit einem Auswärtsspiel bei der Spielgemeinschaft FAC/ USC Landhaus. Es geht aber alles nur step by step. Wir müssen einen Plan verfolgen und umsetzen.

Wird es innerhalb des Kaders noch zu Veränderungen kommen?

Sachs: Eine Spielerin wurde schon gestestet, dann aber nicht verpflichtet. Wir sind da noch in Kontakt, da ich noch gerne eine Spielerin fürs Zentrum hätte.