Südburgenland: Vereine für die Öffnung. Zahlreiche Nachwuchsabteilungen im gesamten Land nahmen vorigen Freitag bei der Initiative von Hannes Hörndler teil. Es wurde dabei still und leise protestiert.

Von Dietmar Heger und Daniel Fenz. Erstellt am 07. März 2021 (01:56)
Symbolbild
privat

Über 1.000 Nachwuchsabteilungen in ganz Österreich, darunter ein Großteil der rot-goldenen Talenteschmieden, beteiligten sich am „stillen Protest“, den Hannes Hörndler für den vergangenen Freitag, also an jenem Tag, an dem sich Sport Austria-Präsident Hans Niessl und Vertreter der Dachverbände mit Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober zu Verhandlungen über die Öffnung des Sports an einen Tisch setzten, ins Leben rief. „Wir wollten mit dieser österreichweiten Aktion mit Nachdruck darauf hinweisen, wie dringend eine sofortige Öffnung der Sportplätze für Vereinstraining mit Kindern und Jugendlichen wäre“, weist Hörndler darauf hin, dass es eigentlich schon fünf nach zwölf ist, was das Vereinsleben als auch die Gesundheit der Kinder betrifft.

Und natürlich beteiligte sich das komplette Südburgenland an dieser Protestaktion. Vom Jennersdorfer Bezirk bis zum Geschriebenstein: Alle waren dabei. Der SV Güssing zum Beispiel, wo Nachwuchsleiter und Trainer Markus Szokasits diese Aktion betreffend erklärte: „Kinder brauchen ihren Sport, ihre Bewegung, die Gemeinschaft und natürlich auch ihre Freunde.“ Es sollte eine fruchtbare Aktion werden, denn am Montag öffnete die Bundesregierung, ab 15. März, zumindest den Schul- und Jugendsport wieder. Wie die Möglichkeiten dann aussehen, war zu Redaktionsschluss am Dienstag noch ungewiss. Was bleibt, ist eine sehr fruchtende Aktion, die Eindruck machte. Es spielte nämlich keine Rolle, wer gut oder schlecht, groß oder klein ist. Was zählte, war das Gemeinschaftliche und die Liebe zum Fußballsport. „Bei uns nahmen 13 Kinder stellvertretend für über 80 Aufstellung teil und forderten die Politik auf, die Kinder wieder ihre Trikots anziehen zu lassen“, berichtete etwa SpG Geschriebenstein-Trainer Rene Varga, der mit seinen Burschen und Mädchen zumindest alsbald wieder der Kugel nachjagen darf.

Das darf man natürlich auch in Markt Allhau, wo man sich ebenfalls stolz über das Erreichte zeigte. So sprach man gar von einem Meilenstein in der österreichischen Sportgeschichte. Man ist geneigt zuzustimmen, denn mit sehr wenig, bewegte man sehr viel. „Über 1.000 Vereine waren beteiligt – eine schier unglaubliche Zahl“, meinte Nachwuchs-Trainer Christian Kirnbauer stellvertretend für sehr viele Sportfreunde.