AKA-Teams: Karten sind neu gemischt. Flexible Systeme sorgen für frischen Wind, der vielen Spielern richtig wohlbekommt.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 07. April 2021 (02:57)
Flexibilität geplant. AKA U15-Trainer Christoph Morgenbesser will mit seinem Team im Bezug auf das System variabler auftreten.
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Erfolg spricht sich rasch herum, erfolgreiche Systeme werden kopiert – oder wollen geknackt werden. Vor allem im U15-Bewerb wurde unser Team von den Gegnern im Vorfeld immer mehr analysiert. Die Kehrseite der glänzenden Medaille also? „Sturm Graz hat beispielsweise unserem Stürmer Gabriel Federer einen Manndecker verpasst“, erläutert Trainer Christoph Morgenbesser. „Wir haben schon in der Vorbereitung festgestellt, dass sich die anderen Mannschaften ziemlich genau auf unser System einstellen.“

Der Coach und seine Spieler sind jetzt gefordert. „Wir werden etwas Neues probieren“, verrät Morgenbesser. Geplant ist, vom aggressiven Anpressen in der Spitze wegzukommen, um den flotten Spielern beim Umschalten mehr Räume zu eröffnen. „Wir werden es dann mit zwei echten Stürmern versuchen.“ Somit kann sich der eine oder andere Spieler neu aufdrängen. Am übernächsten Samstag will man in Kärnten bewusst offensiv agieren. „Wir werden die Taktik so anlegen, dass wir mit drei Punkten heimfahren“, ist der Trainer optimistisch.

Im Herbst konnte U16-Trainer Ivo Smudla so gut wie immer mit mindestens zwei (oft auch drei) U18-Leihgaben (Regelung gilt für alle AKA-Mannschaften) rechnen. Seiner sehr jungen Mannschaft tat beispielsweise die Präsenz von Justin Strodl im Mittelfeld enorm gut. Diesen Luxus, vor allem für das Mittelfeld oder den Angriff, gibt es seit diesem Kalenderjahr nicht mehr. „Abwarten“, meinte Smudla schon beim Trainingsstart. „Jetzt können sich eben andere Spieler beweisen.“ Der erfahrene Coach sollte Recht behalten. Erlitt man während der Vorbereitung noch eine 0:9-Klatsche gegen den LASK, trotzte man nur wenige Wochen später den Oberösterreichern in Linz ein 2:2-Unentschieden ab. „Der Konkurrenzkampf hat Positives bewirkt“, so Smudla weiter. „Jeder beißt zurzeit ordentlich rein.“ Beim 3:0-Heimsieg über Sturm Graz kam „nur mehr“ Innenverteidiger Lukas Kaiser aus der U18 als Verstärkung, Dominik Bekavac und Alexander Ackerler haben auf der Doppel-Sechs eine ausgezeichnete Figur abgegeben. In Kärnten will man auf jeden Fall weiter punkten.

„Die Jungs sollen dem Kombinationsfußball weiterhin treu bleiben.“Christoph Witamwas, Trainer der AKA Burgenland U18-Mannschaft

Der U18 fehlt bislang das große Erfolgserlebnis. Die von Haus aus sehr junge Mannschaft verzeichnete im Winter die Abgänge von Timo Schmelzer (Austria) und Tizian Marth (Admira). Marc Kögl (Oberwart) und Tormann Robert Gregull (Siegendorf) hat es in den Erwachsenenfußball gezogen. Da aber der Amateursport noch immer lahmgelegt ist, trainieren beide in der AKA weiter und dürfen auch eingesetzt werden. Sehr erfreulich war für Trainer Christoph Witamwas das 2:2-Unentschieden gegen Sturm Graz. Aufgrund von Verletzungen und auch Corona-bedingt fehlten sieben Stammspieler. „Ich bin echt stolz auf die Burschen, die jetzt in die Bresche springen mussten“, merkt Witamwas an, der auch mit den vermeintlichen Reservisten weitere Erfolge einfahren möchte. Von der spielerischen Linie wird er nicht abgehen. „Die Jungs sollen dem Kombinationsfußball weiterhin treu bleiben.“ Beim Tabellenvierten – WAC – wird es schwer. Die Kärntner haben im laufenden Bewerb erst 13 Gegentore (aber schon sieben in der Rückrunde…) erhalten.