Verena Eberhardt und der Fokus auf Großem. Die Sportlerin aus St. Martin in der Wart will in Colorado Springs weiter einen Schritt Richtung Tokio 2020 setzen.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 08. Januar 2020 (01:50)
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Vorbereitung läuft auswärts. Verena Eberhardt bereitet sich in Amerika auf der Bahn und der Straße für die WM und Olympia vor.
Eberhardt

Das neue Jahr beginnt für Verena Eberhardt mehr als richtungsweisend. Einerseits hat sie weiterhin alle Chancen auf die Teilnahme bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio (24. bis 9. August), andererseits darf sich die junge Sportlerin auch keine Fehler mehr leisten, um auch wirklich ihr großes Ziel zu verwirklichen. Daher hob sie schon am Silvestertag in Richtung Colorado Springs (Amerika) ab. Dort bereitet sie sich nun auf den Weltcup in der kommenden Woche vor.

„Kämpfte zu Beginn noch mit dem Atem“

„Ich bin gut in Amerika angekommen, derzeit läuft alles nach Plan“, so das erste Resümee der jungen Sportlerin aus St. Martin in der Wart (Ortsteil von Oberwart). Sie trainierte drei Tage sehr hart, großteils auf dem Ergometer, ehe danach kurze Sprints auf dem Plan standen. Am Freitagabend wurde das erste Rennen ausgetragen. „Derzeit noch nicht hochkarätig besetzt, ich gehe aber davon aus, dass in den nächsten Tagen auch die amerikanischen Spitzenfahrerinnen dazustoßen werden“, so Eberhardt.

Das erste Training verlief aber dann anstrengend. „Ich kämpfte mit dem Atem, man merkt schon, dass es einen Höhenunterschied gibt. Ich konnte aber mit den Männern mitsprinten, so gesehen war es ein cooler Abend.“ Am Samstag darauf unternahm sie gemeinsam mit weiteren 50 Sportlern eine Ausfahrt, „wobei, das war nicht wirklich eine gewöhnliche Spazierfahrt. Die Amerikaner lieben es, schnell zu fahren und auch im Training den Wettkampf zu haben. Ziemlich cool, man kann sich mit Profis messen.“

Aktuell spielt das Wetter mit, „auch, wenn teilweise dann noch Schnee auf der Straße liegt. 15 Grad gab es hier zuletzt aber auch schon. Das ist eben Colorado, es gibt hier eigentlich nur die Extreme. Ich werde versuchen, mich so gut wie möglich darauf einzustellen.“