Planungs-Fortschritte wirken positiv auf Stimmung. Zuletzt verlängerte der Pinkafelder Traditionsklub mit zwei Eckpfeilern und auch die Trainersuche schreitet voran. Die Stimmungslage verbesserte sich so von unruhig zu gut.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 29. Mai 2020 (02:33)

Am Sonntag gegen 10.30 Uhr war auf der schönen Grafenschachener Sportanlage ein Treffen anberaumt. Der 2. Liga Süd-Verein wollte die für die kommende Saison, wann immer diese auch beginnen mag, anberaumte Spielgemeinschaft mit dem Burgenlandligisten vom SC Pinkafeld mit Brief und Siegel bestätigen.

Vom SCP waren Obmann Mario Windhofer, Legende und Ex-Kapitän Andi Ringhofer, der Sportliche Leiter Alex Diridl und Pressechef Heinz Bundschuh angereist. Schnell folgten auch die ersten Gespräche ob des zuletzt beim SCP Geschehenen. Trainer Florian Hotwagner trat nämlich zurück, just nachdem Dominik Sperl seinen Wechsel zum SV Oberwart verkündete. Ausschlaggebend war der Transfer von „Sperli“ für den Rücktritt Hotwagners nicht. Förderlich im Gegenzug aber auch nicht und so war es laut Diridl eine „sehr intensive Woche“ mit „vielen Gesprächen“.

Diese fruchteten. Zumindest innerhalb des Kaders. Erst verlängerte nämlich Edelzangler Christoph Saurer seinen Vertrag, ehe Stürmer Anze Kosnik nur einen Tag später folgte. Zwei Zeichen an die Konkurrenz, die die Könner gerne in ihren Reihen gewusst hätte. „Beide Spieler haben klar gesagt, dass sie unseren Weg weitergehen wollen“, erklärte Diridl und fügte an: „Wir ließen uns von den ganzen Gerüchten, die herumschwirrten, nicht beeinflussen, sondern schafften Klarheit.“ Fakten mit Signalwirkung: „Diese Verlängerungen waren für den Verein sehr wichtig.“ Auch für die eigene Kickerzunft, wo einige zuletzt ins Grübeln kamen. Nun sehe es beim Restkader laut Diridl ebenfalls „gut“ aus.

Ähnliches gilt für die Trainersuche, die zu Redaktionsschluss am Dienstag schon sehr weit war. Die Zeit drängt zwar nicht zwingend, aber auch da wolle man keine Ewigkeiten mehr zuwarten. „Wir haben ganz klare Vorstellungen, wissen was wir wollen und was Mannschaft und Verein für unsere Weiterentwicklung brauchen“, so der sportlich Verantwortliche. Wirkliche Kandidaten sickerten dabei aber noch nicht durch.

Zurück nach Grafenschachen, wo die Stimmung nach getanem Fototermin gut bis sehr gut war. Warum auch nicht? Diese Spielgemeinschaft scheint zumindest äußerlich auf gewachsenen Beinen. Die beiden Vereine transferierten in den letzten Jahren immer wieder Kicker mit Erfolg hin und her und auch die Funktionärsriege steht in sehr gutem Austausch. Das will man nun noch weiter bekräftigen, obwohl sich zumindest in den direkten Kadern der Kampfmannschaft nicht allzu viel verändern werde. Diese arbeiten alleine und bleiben auch eigenständig. Diese Kooperation wird vor allem die Kicker zwischen 17 und 20 Jahren betreffen, die für mögliche fußballerische Anforderungen noch nicht reif genug sind und so mitwachsen sollen. „Mich freut, dass das unter Dach und Fach ist. Unsere Zusammenarbeit gibt es ja schon länger und jetzt soll das Ganze einfach noch besser funktionieren“, so Diridl dazu.