Die Zeichen auf Vollgas. Neuer Obmann, neuer Trainer, neuer Vorstand, neue Spieler: Beim Aufsteiger vom Güssinger Sportverein tat sich am letzten Sonntag im Gasthaus Stelzmayer Wegweisendes.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 15. Januar 2020 (01:50)

Am Sonntag gegen 11 Uhr war das Gasthaus Stelzmayer unterhalb der Güssinger Burg erneut Schauplatz von Historischem. War es am 21. Februar 2016 der Obmann-Wechsel vom mehr als 15 Jahre federführenden Oberhaupt Martin Muik zu Alois Mondschein, passierte knapp vier Jahre später noch Richtungsweisenderes. Dabei stellte Mondschein sein Amt zur Verfügung, auch weil es aufgrund seiner politischen Tätigkeit als Vize-Bürgermeister der Stadt schwer möglich war, die Politik gänzlich vom Sport fernzuhalten und ihm auch letztendlich die Zeit fehlte, die der GSV beanspruchen würde. Die Entscheidung des Nachfolgers war schnell gefällt: Der bisherige Cheftrainer Hannes Winkelbauer trat an und wurde einstimmig gewählt.

Seit Oktober liefen die Gespräche einer etwaigen Übergabe, wo Winkelbauer, der neben dem Traineramt auch im Nachwuchs und als Sportlicher Leiter werkte, schnell Bereitschaft signalisierte, sofern ihm ein Team zur Seite stehen würde. Dieses präsentierte der Neo-Obmann dann den knapp 40 anwesenden Mitgliedern. Es setzt sich aus 38 Personen zusammensetzt, wobei Peter Stelzmayer ihm als Stellvertreter zur Seite steht, Martin Lackner Kassier bleibt, es einen Spielerrat (Michi Kulovits, Philipp Lang, Neuzugang Tobias Kossits und Jakob Burits) gibt, die Nachwuchsleitung unter den Fittichen der GSV-Größen Martin Stranzl, Markus Szokasits und Martin Resner liegt und zudem auch die Spielereltern Verantwortung übernehmen werden. Zudem wurde das Reserve-Trainerteam mit Didi Schabhüttl sowie Martin Kroboth vorgestellt und auch Neo-Trainer Jochen Keglovits durfte nicht fehlen. Das tat er zwar letztendlich aus privaten Gründen, aber sein Engagement ist fix. „Wie das Ganze ablief, war einfach sensationell. Ich sehe uns in vielen Bereichen perfekt aufgestellt. Nun haben viele die Chance, etwas zu bewegen“, so Winkelbauer zur BVZ.

Dabei wolle man den GSV wirtschaftlich konsolidieren, transparent arbeiten und auch den schweren Spagat des sportlichen Erfolges nicht außer Acht lassen. „Mein großes Thema wird das Sponsoring“, so Winkelbauer, der die Bestellung von Keglovits so erklärte: „Fachlich und menschlich super. Die Spieler und ich sind sehr froh.“

Neben der Neu-Aufstellung wurden auch vier Zugänge präsentiert: Tobias Kossits und Fabian Huber (beide Eltendorf), David Sauhammel (Oberwart) und Valentin Tschech (Sulz). Damit stehe der Kader, so das Oberhaupt, der einen Güssinger (Freuden)-Tag beschloss.