Clemens Weinhandl: "Finale wäre verdient gewesen“. Mannschaftsführer Clemens Weinhandl verfolgte das Finalturnier gegen Anif krankheitsbedingt vom Wohnzimmer aus.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 03. Juli 2019 (01:57)
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Musste das Bett hüten. Der Oberwarter Clemens Weinhandl hatte Probleme mit dem Magen, er war in St. Valentin nicht dabei.

Clemens Weinhandl konnte im Halbfinale um den Staatsmeistertitel in Niederösterreich gegen den salzburgerischen Verein aus Anif nicht vor Ort sein. War er zuvor aufgrund eines Einrisses im linken hinteren Oberschenkel gehandicapt, kam zuletzt auch noch ein hartnäckiger Magen-Darm-Infekt dazu. „Meine Mannschaftskollegen hielten sich trotzdem tapfer und riefen eine tolle Leistung ab.“ Auch wenn ein fitter Weinhandl klarerweise eine entscheidende Verstärkung gewesen wäre.

Die Leistung seiner Vereinskollegen möchte er damit aber keineswegs schmälern und fügte weiters an: „Jürgen Florian und Oliver Neuhold haben souveräne Siege gefeiert. Überraschend war für mich bei der 3:4-Niederlage gegen Anif schon die glatte Niederlage von unserer Nummer drei, Radovan Kucynka.“

Andreas Kassanits hatte im Spiel noch das schwerste Los, er musste gegen Daviscup-Spieler Gerald Mandl ran, schlug sich tapfer und verlor erst im dritten, entscheidenden Satz. Nach den Einzelpartien führte Anif mit 3:2, im Doppel gelang die Aufholjagd dann nicht mehr.

„Schade, das Finale wäre verdient gewesen. Dennoch bin ich zufrieden mit unserer Leistung“, resümierte Weinhandl. Insgesamt gesehen war es eine super Saison, „dass wir als Aufsteiger in die Bundesliga gleich im ersten Jahr Dritter werden, damit hatten wir nicht gerechnet“. Nun beginnen schon die Planungen für das kommende Jahr. Dann ist auch Klaus Kojnek dabei, der dann über 45 Jahre alt und vor allem im Doppel eine große Verstärkung ist.

„Können aus dieser Veranstaltung lernen“

Vom Finalturnier, das der TC St. Valentin mit einem 5:0 über Anif gewann, war er ebenfalls begeistert: „Sie hatten gar eine eigene Spieler-Lounge, die Veranstaltung war super organisiert. Daraus können wir lernen und vielleicht auch mal etwas Vergleichbares in Oberwart auf die Beine stellen.“ Aktuell laufen die Vorbereitungen für das nächste Jahr: „Wir haben gute Chancen, uns noch zu verbessern. Gratulation!“