Dujmovits wieder dran. Die Sulzerin Julia Dujmovits startet am Samstag beim Parallelslalom in Moskau. Die Top-16 sind das Ziel, auch wenn Ergebnisse aktuell trotzdem eher zweitrangig bleiben.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 30. Januar 2021 (08:31)

SNOWBOARD

Der Anfang wurde zuletzt gemacht. Das burgenländische Snowboard-Aushängeschild Julia Dujmovits, die 2014 in Sotschi Olympia-Gold im Parallelslalom holte und so Sportgeschichte schrieb, feierte vor knapp drei Wochen und über 1.000 Tagen Weltcup-Abstinenz in Scoul ihr gelungenes Comeback, nachdem sie kurz davor eine Ellbogen-Verletzung gebremst hatte. Bad Gastein ließ sie daraufhin wegen zu weniger Slalom-Trainings aus, ehe nun der nächste Auftritt auf dem Weg zu „Olympia 2022“ folgt.

Am Samstag geht es nämlich in Moskau mit einem Parallelslalom weiter. Zuletzt wurde viel trainiert, auch wenn der Start, der explosiv erfolgt und den verletzten Arm doch beansprucht, weiter kleinere Problemchen bereitet. Noch trägt sie die Narben dieser Trainingsverletzung mit sich. „Seither vergingen aber sieben Wochen. Bänder, Knochen und Kapsel sind wieder hergestellt“, erzählt ÖSV-Betreuer Karl Heinz Wieser. Nun gilt es sich sukzessive ihrer Bestform zu nähern, was in Moskau ihre Fortsetzung nehmen soll. „Ich bin positiv gestimmt, denke aber noch nicht in Ergebnissen. Es ist ja auch mein erster Parallelslalom“, sagt Dujmovits im Vorfeld. Dennoch dürfen es die Top-16 natürlich gerne sein. Alles andere ergebe sich dann vor Ort. „Ich bin motiviert und läuft alles nach Plan, dann werde ich alle weiteren Weltcups der Saison bestreiten.“

SNOWBOARDCROSS

Für den Mühlgrabener Sebastian Jud lief es vorige Woche in Chiesa in Valmalenco (Italien) überhaupt nicht nach Wunsch. „Es war enttäuschend. Ich kann nicht sagen, woran und warum ich gescheitert bin“, resümierte Jud. Er hatte vor allem beim Trainingstag ein gutes Gefühl und auch die ersten Qualiläufe waren gut, da unterliefen ihm wenige Fehler. Umso überraschender war der 41. Platz für Jud. Und auch am zweiten Renntag sollte es nicht besser werden. „Anstatt chillig zu fahren, dachte ich mir, ich muss auf Attacke gehen und Platz eins behaupten. Doch es kam, wie es kommen musste und ich war draußen.“ Für Jud ging es noch darum, sich für die WM in Idre Fjell (Schweden) zu qualifizieren. Die kann er nun abschreiben. „Die Enttäuschung ist sehr groß. Ich habe nicht die Leistung gezeigt, die in mir steckt.“

Diese Woche startet er beim Europacup in Isola, bei dem auch weitere Weltcupfahrer dabei sind. Seine Erwartungen? „Ich möchte wieder einmal mein ganzes Potenzial abrufen und mich nicht durch Eigenfehler aus dem Rennen nehmen.“