Winterkönig lässt Eckpfeiler ziehen. Istvan Makai, universell einsetzbarer Stammspieler in Eberau, muss den Herbstmeister wegen „Verfehlungen“ verlassen.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 09. Januar 2019 (02:10)
Abgang. Fußballerisch hatte man in Eberau an Istvan Makai nur wenig auszusetzen, dafür passten einige andere Dinge nicht. So trennte man sich vom Allrounder, der quasi fast alle Positionen kickte.
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Eine faustdicke Überraschung gibt es beim SV Eberau: Istvan Makai, der vor allem im letzten halben Jahr eine Schlüsselrolle im System von Spielertrainer Michael Thek einnahm und zudem auf vielen Positionen einsetzbar war, muss den Burgenlandliga-Meister von 2016 verlassen. Die Gründe hierfür erklärte Obmann-Stellvertreter Christian Kopfer: „Nach mehrmaligen Verfehlungen machten wir diesen eindeutigen Schritt. Den trug auch der gesamte Vorstand mit. Wir würdigen seine fußballerischen Qualitäten, aber in Eberau zählen Attribute wie Fairness, Kameradschaft und Disziplin mehr als etwaige individuelle Klasse.“

Ein kleiner Paukenschlag, der aber nicht der Einzige bleiben muss. Auch Flügelflitzer Alex Dedics steht auf dem Prüfstand, wie Kopfer berichtete: „Auch da wurden schon Gespräche geführt. Er tut nicht so, wie wir wollen. Dabei könnte Alex so viel, aber alleine seine Werte bei den Leistungstests waren eigentlich katastrophal.“

Linksfuß wird kommen – Offensiver gesucht

Für Makai braucht es nun natürlich Ersatz, wobei dieser nicht so einfach zu finden sein wird, denn es war schon stark, was der Legionär zuletzt kickte. „Wir sind auf der Suche“, so Kopfer, der weiter anfügte: „Klar ist, dass es schwierig wird, aber wir bemühen uns.“ Einig ist man sich derweil mit einem österreichischen Linksfuß, wo man schon bald Vollzug melden wird. „Ein junger, athletischer Allrounder ist quasi fix“, meinte der Eberauer Verantwortliche, dessen Elf am Freitag mit dem Training beginnt.