Drei Rennen noch, dann ist Schluss für Dujmovits

Julia Dujmovits blieb bei den Olympischen Spielen hinter ihren Erwartungen und verkündete überraschend ihren Rücktritt – der aber längst geplant war.

Erstellt am 02. März 2018 | 02:46
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Emotional. Leicht fiel der 30-jährigen Olympiasiegerin aus dem Jahr 2014 die Bekanntgabe ihres Karriere-Endes nicht.
Foto: GEPA/Walgram

Für Julia Dujmovits gab es vier Jahre nach ihrer Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Sotschi diesmal kein Erfolgserlebnis. Bereits in der Qualifikation des Snowboard-Parallel-Riesenslaloms lief es nicht optimal, die Sulzerin schaffte aber als Elfte den Sprung ins Finale. Dort war aber gleich in Runde eins gegen die Japanerin Tomoka Takeuchi Endstation. Bei der ersten Zwischenzeit war die 30-Jährige voran, im Zielhang verspielte Dujmovits aber ihr Guthaben. Am Ende fehlten 17 Hunderstel auf das Viertelfinale.

„Auch eine Olympia-Medaille hätte letztlich nichts an meiner Entscheidung geändert.“Julia Dujmovits

Detail am Rande: Dujmovits musste auf dem blauen Kurs antreten. Fast alle Athleten setzten sich auf der roten Strecke durch.

Ihr Resümee: „Leider hat es nicht geklappt meine Goldmedaille aus Sotschi hier in Pyeongchang zu verteidigen. Klar ist man da im ersten Moment enttäuscht und traurig. Aber es sind Olympische Spiele – der Event, wo jeder das Beste aus sich rausholen will. Die Dichte ist enorm, so viele Mädels haben das Potenzial zu gewinnen. Gemacht hat das Rennen Esther, in eindrucksvoller Manier – da gilt es nur den Hut zu ziehen und ihr zu diesem historischem Sieg (Anm.: Olympiasiegerin im Snowboard-Parallel-Riesenslalom und im Alpinen Ski-Super-G) von Herzen zu gratulieren. Ich habe das Glück schon eine Goldmedaille zu haben, die Reise nach Pyeongchang war ein unvergessliches Erlebnis. Ich habe das Gefühl alles versucht und gegeben zu haben, ein gutes Gefühl.“

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Fokussiert bis zum Schuss. Die Einstellung von Julia Dujmovits war top, auch ihre Leistung war nicht schlecht. Allerdings fehlten am Ende 17 Hundertstel, um bei den Olympischen Spielen ins Viertelfinale zu kommen.
Foto: GEPA/Mandl

Wenige Minuten nach ihrem Aus bei den Olympischen Spielen gab die Südburgenländerin ihren Rücktritt bekannt. „Dass ich meine Karriere nach dieser Saison beenden werde, wusste ich schon lange vor den Spielen, daran hätte auch eine Medaille nichts geändert. Ich bin ein ehrlicher Mensch, wurde live gefragt und da lüge ich einfach nicht. Jetzt ist die Katze aus dem Sack und das fühlt sich gut an“, so Dujmovits.

Wie es weitergeht? Jetzt warten noch drei Weltcuprennen auf Burgenlands Snowboard-Aushängeschild, die Riesenslalom-Events in Kayseri (Türkei) sowie Scuol (Schweiz) und der Parallel-Slalom im deutschen Winterberg.

Marco Rangl knapp am Finale vorbeigedüst

Im Gesamtweltcup liegt Dujmovits hinter der Tschechin Ester Ledecka und Ramona Hofmeister aus Deutschland auf Platz drei. „Da bin ich noch gut dabei, will in den verbleibenden Bewerben noch einmal alles geben, um auch am Ende unter den Top-Drei zu stehen. Nach der Weltcup-Saison geht es mit Freunden zum Freeriden nach Alaska, bevor dann etwas Neues ansteht.“

Konkret wollte Dujmovits nur soviel verraten: „Es ist einiges in der Pipeline, vieles entwickelt und das Interesse an gemeinsamen Projekten sehr groß. Nach der Saison habe ich endlich die Zeit mich dem Zukünftigen zu widmen und darauf freue ich mich schon riesig.“

Die Olympia-Premiere des Eisenstädters Marco Rangl im Vierer-Bob-Bewerb endete mit Rang 22. Der Anschieber verpasste mit dem Team Österreich II den Einzug ins Finale der besten 20.