Patrick Schmidt zurück bei der Admira: „Das ist meine zweite Familie“

Erstellt am 05. August 2022 | 04:23
Lesezeit: 4 Min
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Eine klare Botschaft: Patrick Schmidt meldete sich mit viel Freude und einem Doppelpack gegen den GAK in der Südstadt zurück.
Foto: Malcolm Zottl
Sportlich verliefen die vergangenen beiden Jahre für Patrick Schmidt gar nicht nach Wunsch. Mittlerweile hat der Eisenstädter die Freude am Fußball zurückgewonnen – bei seiner Admira.
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„Die letzten beiden Jahre waren nicht ideal“, macht Patrick „Pipo“ Schmidt gar keinen Hehl daraus, dass die Saisonen 20/21 und 21/22 aus sportlicher Sicht wenig erfreulich liefen. Sowohl beim damaligen englischen Championship-Klub Barnsley, wo er im ersten Jahr noch im Saisonfinale mit seinen Toren und Assists wesentlich zum Klassenerhalt beitrug, als auch danach in Dänemark bei Esbjerg gab es nur wenig Einsätze für den Offensivmann.

„Es war dann auch schon fast so, dass ich die Freude am Fußball verloren habe.“

Auch ein halbjähriges Leih-Gastspiel im Frühjahr 2021 bei Ried entwickelte sich durchwachsen. „Es war dann auch schon fast so, dass ich die Freude am Fußball verloren habe“, blickt der Burgenländer auf die sportlich harte Zeit zurück und ergänzt: „Da kann das Rundherum oder das Leben an sich, wie es in Dänemark war, noch so schön sein. Ich bin zum Training gefahren und habe mir gedacht: Es ist nicht der Fußball, den ich haben will.“

Darum war für den Offensivspieler auch klar: „Ich brauche eine Veränderung.“ Und die hieß eben Rückkehr zur Admira: „Dort habe ich fast meine gesamte Karriere verbracht, war neun Jahre im Verein und habe den Kontakt nie abreißen lassen. Sei es mit dem Zeugwart, mit Spielern, mit Geschäftsführer Thomas Drabeck, dem Präsidenten oder auch den Fans. Ich war der Admira immer verbunden.“

„Ein Schritt zurück? Vielleicht mag es am ersten Blick so aussehen, weil es jetzt die 2. Liga ist, aber für mich hat das keine Rolle gespielt. In erster Linie wollte ich wieder Freude am Fußball haben.“ patrick schmidt Stürmer Admira Wacker

Letztendlich war „Pipo“ richtig froh, dass es mit einer Heimkehr in die Südstadt klappte, dort wo er sich immer wohlfühlte, weil es eben so etwas wie sein zweites „Daheim“ ist. Und als Schritt zurück betrachtet er seine Wechsel-Entscheidung zum Bundesliga-Absteiger keineswegs: „Vielleicht mag es am ersten Blick so aussehen, weil es jetzt die 2. Liga ist, aber für mich hat das keine Rolle gespielt. In erster Linie wollte ich wieder Freude am Fußball haben.“

Die scheint Schmidt tatsächlich wieder gefunden zu haben. Zwar ging das erste Saisonspiel in Lafnitz 1:2 verloren, aber die Rückkehr in die Südstadt war dafür fast schon kitschig. Der Eisenstädter traf beim 4:3-Sieg gegen den GAK doppelt, war damit Matchwinner und wurde von den Fans danach lautstark gefeiert.

Zu denen pflegt er übrigens ein richtig freundschaftliches Verhältnis: „Die Fans haben mich vom ersten Tag meiner Rückkehr genau so unterstützt wie davor. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man einmal den Verein verlassen hat, aber wir hatten immer ein sehr gutes Verhältnis. Die Wertschätzung der Fans ist enorm und dafür bin ich auch sehr dankbar.“ Ein Beleg dafür: „Nach dem Testspiel gegen Amstetten haben sie mich abgepasst und wir haben lange geplaudert, auch über meine Zeit im Ausland. Die waren richtig interessiert daran. Ich habe jetzt auch wieder festgestellt, die Admira ist für mich so etwas wie meine zweite Familie.“

Mit der will der Eisenstädter erfolgreich sein: „Das ist ein Grund dafür, dass ich wieder da bin. Der Verein hat Ambitionen, will in den nächsten drei Jahren wieder in der Bundesliga spielen – und ich will meinen Teil dazu beitragen.“