Weber: „Möchte als Trainer immer besser werden“. Der Lutzmannsburger ist seit dieser Saison als U15-Assistenztrainer der Burgenland-Akademie aktiv und hat sich trotz Corona-Krise gut eingelebt.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 02. Juni 2020 (05:13)
Akademie-Coach. Manuel Weber ist seit Sommer 2019 als Assistenztrainer bei der U15 im Einsatz.
Didi Heger

Im Juni des Vorjahres drehte sich das Trainerkarussell beim SV Mattersburg und in der Fußballakademie Burgenland mächtig.

BVZ

Erst trennten sich die Wege von Coach Klaus Schmidt und der Profiabteilung, wodurch im Anschluss Franz Ponweiser den Weg vom AKA-Sportchef zum Chefcoach des Bundesligisten ging. Dann ging es flott – Manuel Takacs wurde zum Sportlichen Leiter der burgenländischen Ausbildungsstätte befördert. Somit war auch im Trainerstab zumindest eine Position vakant.

„Da könnte man jeden einzelnen Burschen schon in einen Trainerkurs reinstecken.“U15-Assistenzcoach Manuel Weber zeigte sich von Beginn weg beeindruckt, wie gut die Talente taktisch geschult sind.

Dies war die große Chance von Manuel Weber, bislang als Spielertrainer der Lutzmannsburger Kampfmannschaft sowie als Co- und U14-Betreuer beim SC Oberpullendorf in Erscheinung getreten. Und – auch als Buchautor. „Taktische Periodisierung“ – so heißt das Weber’sche Werk, das auch Takacs gelesen hatte – und as ihm durchaus imponierte.

Übrigens: Eigentlich hätte Weber das Buch als FH-Masterarbeit verwenden wollen. Da sich die Thematik änderte, wurde zunächst nichts daraus, das angefangene Skriptum vollendete er dann doch noch. Prompt folgte beim 32-jährigen Bewegungscoach der Anruf. „Das war schon sehr überraschend“, blickt Weber zurück. „Aber für mich war sofort klar, dass ich die Aufgabe in der Akademie übernehmen werde. Das war eine Chance zur persönlichen Weiterentwicklung. Ich möchte als Trainer ja immer besser werden.“

Gemeinsam mit Head-Coach Christoph Morgenbesser startete er noch im Juli die U15-Vorbereitung. Beeindruckt war Weber von Beginn weg vom taktischen Können der Youngsters. „Ein Wahnsinn, wie die schon geschult sind“, so der Neo-AKA-Trainer. „Da könnte man jeden einzelnen Burschen schon in einen Trainerkurs reinstecken.“ Auch das Gezeigte am Rasen fiel für ihn gleich unter die Kategorie „äußerst ambitioniert“.

Mit Morgenbesser läuft fast alles auf Augenhöhe: „Ich sehe mich nicht als zweites Glied, Christoph ist zudem für viele neue Ideen offen.“ Aktuell betreuen die beiden AKA-Trainer in Draßburg schon den 2006er-Jahrgang, also die U15-neu – ein heißer Tipp darauf, dass das Duo Morgenbesser/Weber auch in der Saison 2020/21 zusammenarbeiten wird.

Zurück zur jüngsten Vergangenheit. Da wirkte sich die Corona-Krise auf den AKA-Trainingsbetrieb enorm aus. Videos wurden verschickt, Videos kamen von den Spielern zurück, fast täglich wurde mit den Akteuren telefoniert. „Bei 30 Youngsters ist das dann schon ziemlich zeitintensiv.“ Umso größer ist die Freude, dass man jetzt – wenn auch in sehr abgespeckter Form – am Rasen üben darf. „Die Disziplin am Platz ist überraschend sehr hoch“, meint Weber, der – wie viele seiner Kollegen – optimistisch gestimmt ist, dass man im September mit einer Meisterschaft starten kann.