Ein lebensrettender Hattrick. Henrik Zehetbauer, Fußballakademie Burgenland- Masseur, konnte zum bereits dritten Mal als „Lebensretter“ helfen.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 30. November 2020 (01:22)
Akademie-Masseur Henrik Zehetbauer konnte sich kürzlich als Retter in höchster Not auszeichnen.
Martin Ivansich

Für „Zeti“ – so wie Henrik Zehetbauer von allen genannt wird – war vor wenigen Tagen im Rahmen eines Trainings der AKA U18-Mannschaft im VIVA Steinbrunn wieder einmal schnelles Handeln angesagt. Während einer Einheit ging U18-Tormann Isaac Adogbeji zu Boden und „verschluckte seine Zunge“.

„Wenn man weiß, was zu tun ist, dann geht das fast automatisch. Trotzdem hoffe ich auf kein viertes Mal." Henrik Zehetbauer, Masseur der Akademie Burgenland

Besagtes „Verschlucken der Zunge“ ist eine umgangssprachliche Redewendung und bedeutet, dass die Zungenmuskulatur erschlafft, in den Rachen fällt und dadurch die Atemwege blockiert. Zeti reagierte blitzartig: „Ich habe gesehen, dass er einen Kaugummi drinnen hatte, den musste ich zuerst rausziehen und dann eben die Zunge.“ Adogbeji konnte sich an nichts erinnern, war aber schnell wieder bei Bewusstsein und musste zur Beobachtung ins Spital. Ein Rettungshubschrauber, der angefordert wurde, konnte zum Glück abbestellt werden. Dennoch waren es bange Minuten: „Wird da nicht rasch reagiert, möchte ich nicht daran denken, was passieren kann“, so Zehetbauer, der selbst cool blieb: „Wenn man weiß, was zu tun ist, dann geht das fast automatisch.

Trotzdem hoffe ich, dass ich das nicht noch ein viertes Mal machen muss.“ Denn es war Zehtbauers dritter „Lebensretter-Einsatz“. 2013 konnte er Marz-Kicker Markus Dusek im Derby gegen Draßburg vor Schlimmerem bewahren, außerdem war er auch als Retter auf dem Tennisplatz im Einsatz, als er bei einem U12-Fußball-Training in Hirm am benachbarten Tennisplatz bei einem ähnlichen Vorfall als Retter glänzte.