Seglerin in Coronakrise: „Plötzlich ist alles anders“. Barbara Matz hält sich während der Corona-Krise zu Hause fit. Über eine mögliche Olympia-Verschiebung denkt die Seglerin: „Man muss es nehmen, wie es kommt.“

Von Martin Ivansich. Erstellt am 27. März 2020 (04:59)

„Jetzt, wo die Tage noch schön waren, da war ich sehr viel laufen. Ich habe das Glück, dass ich einen großen Garten daheim habe“, erzählt Barbara Matz, die sich aktuell in Neusiedl/See bei ihrer Familie fit hält.

Der Tagesplan der Nacra17-Seglerin, die gemeinsam mit Thomas Zajac schon seit mehr als einem Jahr für die Olympischen Spiele qualifiziert ist, wird aktuell neben dem sportlichen Heimprogramm auch mit viel Input vom Segelverband gespeist. „Meetings, Videokonferenzen mit Seminaren zur Weiterbildung, Regelkunde und viele andere Themen – langweilig wird mir nicht.“

„Wissen nicht, wann wir wieder segeln werden“

Trotzdem, in gewisser Weise, steht die Zeit für Matz still: „Weil man als Segler viel auf Reisen ist, viel Stress dabei ist und plötzlich ist alles ganz anders“, meint Matz, die aus der Situation aber auch etwas Positives mitnimmt: „Man verbringt einfach mehr Zeit mit der Familie, was für einen Segler schon etwas wert ist. Auch wenn es im Moment dennoch sehr ungewohnt ist.“

Einen Fahrplan Richtung Rückkehr in das Nacra17-Boot gibt es aktuell keinen: „Wir wissen ja nicht, wann wir wieder segeln können und auch wie es generell weitergeht. Da ist eine Planung unmöglich. Was ich sicher weiß, ist, dass wir nächste Woche nicht segeln werden und danach schauen wir weiter. Als Segler ist man gewohnt zu warten. Bei Wettfahrten fehlt ja manchmal Wind und dann gibt es auch eine Pause. Da ist es halt nur ein Tag, jetzt wird es eben etwas länger dauern.“

„Verband unterstützt uns hervorragend“

In Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio Ende Juli und eine etwaige Verschiebung — für Matz wäre es die erste Teilnahme —

macht sich die Burgenländerin keinen Stress: „Man muss es nehmen, wie es kommt und kann es nicht ändern. Wir werden das Beste daraus machen und vorbereitet sein, so gut es geht. Der Verband unterstützt uns da wirklich hervorragend. Und wir nutzen die Zeit, um uns dort weiterzubilden, wo wir aufgrund von Trainingslagern und Reisen eben nicht dazugekommen wären.“