Eberhardt: Tokio ist abgehakt, Berlin steht im Fokus. Verena Eberhardt will im Scratch und im Punkterennen aufzeigen, das olympische Omnium ist kein Thema.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 26. Februar 2020 (05:17)
Vorfreude. Die 25-jährige Verena Eberhardt verpasst Tokio, darf nun aber nach Berlin.
Eberhardt

Olympia 2020 in Tokio wird bei den Bahnrad-Bewerben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ohne die Südburgenländerin Verena Eberhardt über die Bühne gehen. Denn: Omnium (die Gesamtwertung aus Scratch, Einerverfolgung, Ausscheidungsrennen, Zeit- und Punktefahren) ist olympisch, und da sich die 25-jährige zuletzt nicht in diesem Bewerb für die ab heute startende Bahnrad-Weltmeisterschaft in Berlin qualifizierte, sind die Chancen folglich nicht mehr wirklich intakt.

„Realistisch gesehen ist ein Top-Ten-Platz drin“

„Die Ausgangslage ist schlecht und einige Fahrerinnen, die jetzt bei der WM punkten können, werden mich noch überholen. Ich kann nicht mehr punkten. Es schaut sehr schlecht aus und Olympia ist für mich eigentlich abgehakt“, sagte die aus St. Martin in der Wart stammende Athletin im Vorfeld doch etwas geknickt.

Fokus auf andere Aufgaben. Für Verena Eberhardt geht es im Scratch und im Punktefahren in Berlin um Medaillen.
Drew Kaplan

Nun warten aber andere Aufgaben, denn in der deutschen Bundeshauptstadt wird sie wenigstens im Scratch und im Punkterennen an den Start gehen. Zuletzt war Eberhardt dafür in Colorado Springs, um sich optimal auf die Rennen vorzubereiten. Diese Zeit verlief nach Wunsch.

Was nun bei der WM in diesen Disziplinen möglich ist? „Realistisch gesehen ist ein Top-Ten-Platz schon drin. Aufs Podium zu fahren, ist hingegen nicht wirklich einfach. Da muss dann einfach alles passen. Ich werde aber versuchen, der Konkurrenz zu zeigen, dass ich es auch verdient hätte, im Omnium bei der WM oder bei Olympia zu starten.“