Vancura geht mit Rocks gegen Ex-Verein ins Halbfinale

Erstellt am 04. April 2018 | 02:35
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Basketball Mattersburg Claudio Vancura
Mister Play-off. Claudio Vancura (r.) zeigte im Viertelfinale gegen Villach starke Leistungen. Mit 14 und 6 Punkten lag der Mann mit dem Rauschebart auch über seinem Punkteschnitt in der Regular Season. Die Play-offs taugen ihm einfach, das bewies Vancura auch schon 2010, als er im Dienste der Timberwolves Final-MVP wurde. Die Nummer 10 der Rocks ist im Übrigen nicht der einzige Mattersburger mit Timberwolves-Vergangenheit. Auch Marko Soldo, Jan Nicoli und Benjamin Bernleithner standen einst im Dienste der Wiener.  
Foto: Malcolm Zottl
Vor dem Halbfinale gegen die Timberwolves: Claudio Vancura hat vor dem Duell mit Ex-Verein keine sentimentalen Gefühle.
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Ab Freitag wird es ernst, wer kommt ins Finale? Die Rocks oder die Timberwolves? Für viele Beobachter der Szene ist es ohnehin schon das vorweggenommene Endspiel. Die Timberwolves halten bei einer Saisonbilanz von 22:2, die Rocks sind seit acht Begegnungen ungeschlagen. „Es sind die zwei besten Mannschaften zur Zeit“, meint auch Mattersburgs Claudio Vancura, der getrost als Timberwolves-Experte bezeichnet werden darf.

Der 26-Jährige durchlief seit seinem elften Lebensjahr die Nachwuchsschmiede der Wiener. Mit 18 holte er mit den Timberwolves den Titel in der 2. Bundesliga, er selbst wurde Finals-MVP. Nach drei Jahren in Güssing kehrte Vancura in die Donaustadt zurück, wurde 2015 erneut Meister. Dennoch hat der „Ur-Timberwolf“ mit „seinem“ Verein abgeschlossen. „Da hat es Unstimmigkeiten gegeben. Das sind nicht mehr die Timberwolves, die einmal waren“, wird in der Halbfinal-Serie nur das Rocks-Herz in Vancuras Brust schlagen.

Die Timberwolves haben im Sommer kräftig eingekauft

Wenngleich sich der Favorit für diese Serie wohl die Dress der Timberwolves anzieht. Die Wölfe haben im Sommer nämlich kräftig eingekauft, haben laut Vancura acht, neun Spieler auf dem etwa gleichen Niveau. Wie Mattersburg die Wiener trotzdem knacken kann, Vancura hat sich ein einfach klingendes Konzept zurecht gelegt: „Wir haben einen guten Lauf, den wollen wir verlängern. Dafür müssen wir 40 Minuten konzentriert spielen und gerade auswärts einen guten Start erwischen.“

Eine wichtige Rolle bei der kleinen Sensation will auch Vancura einnehmen. „Mister Play-off“ kann nach eigenen Angaben in der entscheidenden Phase immer noch ein paar Prozentpunkte zusetzen: „Die Saison fängt ja eigentlich erst ab März an. Die Regular Season ist fast egal. Man sieht: Wir waren nur Fünfter und sind jetzt auf einem guten Weg.“