Mattersburg Rocks stehen im Halbfinale. Die Rocks kämpfen im dritten und entscheidenden Spiel den BBC Nord nieder. Gegen die Eisenstädter war es ein Start-Ziel-Sieg, allerdings auch eine echte Nervenschlacht.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 05. April 2021 (18:57)

Güssing/Jennersdorf, Fürstenfeld und Tirol marschierten ins Halbfinale der 2. Liga durch. Doch das vierte Viertelfinal-Match sollte am Ostermontag ein episches Finale bekommen. Im burgenländischen Duell empfingen die Raiffeisen Mattersburg Rocks zum entscheidenden dritten Spiel die Norddrachen aus Eisenstadt. Das Spiel begann intensiv und auf Augenhöhe. Vor allem die Mattersburger Bank feierte jede gute Aktion der Mannschaftskollegen, als wäre es bereits die siegbringende gewesen. Nach etwas mehr als drei Minuten gab es den ersten Rückschlag für die Gäste. Spielmacher Petar Cosic musste verletzt runter, kehrte erst im letzten Viertel wieder in die Partie zurück.

Mattersburg mit Zwischenspurt

Die Mattersburger glichen daraufhin zum 12:12 aus und starteten in einem trefferreichen ersten Durchgang einen Zwischenspurt, führten zwischenzeitlich sogar schon zweistellig. Doch gegen Ende des ersten Viertels kamen die Eisenstädter wieder auf, hielten den Rückstand nach dem ersten Abschnitt somit in Grenzen (30:24). Das zweite Viertel verlief dann deutlich zerfahrener als das erste. Je länger die erste Hälfte dauerte, desto bestimmender wurden die beiden Defensivreihen. Die Rocks bauten ihren Vorsprung um einen Zähler aus, gingen mit einem 43:36-Polster in die Pause.

Abtasten in Viertel Nummer drei

Das dritte Viertel war über weite Strecken ein Paarlauf. Die Drachen kamen zwischenzeitlich auf fünf Punkte heran, Chancen den Rückstand weiter zu verkürzen, ließen die Eisenstädter hingegen aus. Mattersburg baute den Vorsprung deshalb in weiterer Folge auf bis zu elf Punkte aus. Mit 63:54 ging es in das letzte Viertel. Entschieden war damit weiterhin nichts.

Nerven liegen auf beiden Seiten blank

Im letzten Abschnitt bekamen es beide Mannschaften noch einmal mit dem Zitterhändchen zu tun. Mattersburgs Roman Skvasik beging nach einem Ballverlust ein unnötiges Foul. Der Slowake musste nach einem technischen und einem unsportlichen Foul das Spielfeld verlassen. Bei den Rocks riss plötzlich im Abschluss komplett der Faden. Die Eisenstädter kamen bis auf einen Score heran, viele technische Fehler und Turnovers machten ein Comeback schlussendlich aber zunichte. Florian Duck versenkte einen Distanzwurf und brachte Mattersburg damit af die Siegerstraße. Die Eisenstädter nahmen in der Schlussphase viele riskante Würfe und trafen nicht. Somit waren die letzten Minuten ein Auslaufen. Mattersburg zieht mit einem 81:72 ins Halbfinale ein und trifft dort auf Fürstenfeld. Die Best-of-Three-Serie beginnt bereits am Wochenende.