Oberwart Gunners: Das verlängerte Leistungstrio. Horst Leitner bleibt für drei weitere Jahre Headcoach und ist zusätzlich Sportdirektor. Führungsduo Sebastian Käferle und Renato Poljak bleibt zwei weitere Jahre.

Von David Marousek. Erstellt am 10. Juni 2021 (01:52)
Marousek

Dass sich die Oberwart Gunners und Erfolgstrainer Horst Leitner bezüglich einer weiteren Zusammenarbeit einig werden würden, war eigentlich naheliegend. Mit einer neuen Doppelfunktion als Sportdirektor war dagegen nicht unbedingt zu rechnen. Nicht nur die Trainingsarbeit und das Ingame-Coaching läuft jetzt über den Oberschützener, sondern offiziell auch die Kaderplanung. Damit befasste sich Leitner auch in den letzten Tagen: „Ich habe noch nicht wirklich mit der letzten Saison abschließen können. Zuletzt habe ich viel gescoutet. In zwei bis drei Wochen, werden wir viele Aufgaben gelöst haben.“

Österreicher beliebt, nicht nur in Wien

Nach der erfolgreichen Oberwarter Saison, die mit Cupsieg und Platz drei in der Superliga gekrönt wurde, war klar, dass die Leistungsträger auch Blicke von anderen Teams auf sich ziehen würden. Immer wieder hörte man von gut dotierten Angeboten aus Wien, vor allem für Kapitän Sebastian Käferle und Renato Poljak. „Viele Vereine haben wegen unseren Österreichern nachgefragt“, stellte Leitner fest.

„Ich freue mich sehr darauf, die nächsten zwei Jahre weitere Schritte in Oberwart zu machen.“

Sebastian Käferle, Kapitän der Gunners Oberwart, über seine Vertragsverlängerung

Nach der Verlängerung des Trainers um drei Jahre haben am vergangenen Montag schließlich auch Sebastian Käferle und Renato Poljak um zwei Jahre verlängert. Jetzt wolle sich Leitner um die Legionärssituation kümmern: „Wir haben den Kern fixiert und darauf werden wir aufbauen. Legionäre kann man immer holen.“

Wohl nicht mehr in Oberwart zu sehen sein wird Cup-MVP Quincy Diggs. „Quincy ist finanziell nicht zu halten. Das ist eine andere Preisklasse, nicht nur für Oberwart, sondern für die österreichische Liga“, erklärte Leitner die Gründe. Nur durch die Verbundenheit zu Oberwart sei das Paket Diggs in diesem Jahr überhaupt zu stemmen gewesen.

Nachwuchs soll weiter die Basis bilden

Auf dem erfolgreichen Österreicher-Stamm will Leitner jetzt aufbauen und den Nachwuchs weiter forcieren. „Wir haben eine gute Basis, weil wir auf den Eigenbau schauen.“ Der ehemalige Kooperationsspieler Mate Horvath (Güssing-Jennersdorf Blackbirds) sei laut Leitner, zumindest aktuell, aber noch keine Option: „Mate hat keinen österreichischen Pass.“ Somit würde er unter das Legionärskontingent fallen und müsste bei der Liga entsprechend gemeldet werden.

Patekar mit Chance auf Staatsbürgerschaft

Dafür könnte Edi Patekar in den nächsten Monaten die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen bekommen. „Es besteht die Möglichkeit, dass Edi den Pass bekommt. So einen wie ihn findet man in Österreich nicht.“ Der 21-jährige Kroate ist seit jungen Jahren in Oberwart zuhause und könnte somit in weiterer Folge auch eine talentierte Option für das Nationalteam werden.