Farkas: „Es ist nicht leicht … auch das reizt mich“. Patrick Farkas hat sein erstes halbes Jahr als Salzburg-Profi hinter sich und bilanziert positiv – trotz Stehzeiten.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 04. Januar 2018 (05:47)
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Patrick Farkas inmitten seines Teams im Zuge der Europa-League-Gruppenphase. Der Südburgenländer kam international (außer in der zeiten Champions-League-Qualifikationsrunde) noch nicht dran, befindet sich aber weiterhin in der Warteschleife – und will sich aufdrängen.
GEPA/Felix Roittner

Er kam in fünf von 20 Bundesligaspielen in der Startelf zum Einsatz und wurde zudem dreimal eingewechselt. Er schwitzte im ÖFB-Cup zweimal von Beginn weg und er brachte es im Rahmen der Champions-League-Qualifikation auf einen gut 20-minütigen Einsatz im Zweitrunden-Rückspiel gegen Hibernians.

In den anderen Salzburger Bundesliga-Begegnungen sowie bei sämtlichen weiteren internationalen Partien blieb Patrick Farkas bislang nur die Reservisten- oder die Zuschauerrolle.

Ergo ist die reine Leistungsbilanz des langjährigen Mattersburg-Kickers aus Oberdorf ausbaufähig. Und doch bilanziert der 25-jährige Vollblutprofi positiv. „Mir geht es sehr gut, alles ist ok“, stellte er noch vor seinem Antritt in den Urlaub klar. „Natürlich will man als Spieler immer dabei sein, aber ich habe meine Einsatzzeiten bekommen. Dass bei uns grundsätzlich viel rotiert wird, war klar. Mir ist auch bewusst, dass ich entsprechende Konkurrenz um das Leiberl habe.“

Stefan Lainer rechts und Andi Ulmer links sind für die Außenpositionen in der Viererkette nicht gerade Salzburger Kleinkaliber. „Generell ist es nicht leicht, wenn etwa 25 fitte Spieler zur Verfügung stehen. Aber auch das reizt mich.“

Erst Asien, dann noch ein paar Tage Heimat

Nach wie vor schwärmt der Burgenland-Export nicht nur von den strukturellen Bedingungen beim Meister, auch die klimatische Lage sei zur Farkas’schen Zufriedenheit. „Das Teamgefüge ist sehr gut. Alle geben Gas und wollen sich zeigen. Trainer Marco Rose spricht viel mit uns und sagt auch immer ganz klar, was Sache ist.“ Ergo sind die überschaubaren Einsatzzeiten für „Farki“, der über einen Vertrag bis 2020 verfügt, auch kein Problem.

Das ändert aber nichts daran, dass sich der ehemalige U21-Teamspieler mit Beginn der Frühjahrsvorbereitung erneut nachhaltig aufdrängen will. „Die Vorbereitungsphase will ich nützen und mich in Position bringen. Alles weitere wird man dann sehen.“ Etwaige vorzeitige Wechselgedanken oder dergleichen habe er jedenfalls definitiv nicht, wie er auf Nachfrage klarstellte.

Für die Roten Bullen startet das Kalenderjahr 2018 am 8. Jänner. Bis dahin sind die Spieler mit einem Heimprogramm ausgestattet, um selbstständig die Grundlagenbasis zu schaffen. Davor stand für Farkas aber noch echte Erholung am Programm.

Der Südburgenländer hob, übrigens an der Seite von SVM-Profi Manuel Seidl, am 18. Dezember Richtung Thailand ab. In Asien verbrachte er auch die Weihnachtsfeiertage – erstmals übrigens nicht im Kreise der Familie. „Das war eine schwierige Entscheidung“, schmunzelte er vor dem Abflug, „aber eine Auszeit tut doch gut. Und Anfang des neuen Jahres verbringe ich fix ein paar Tage daheim im Burgenland.“