Von Snowboard-Action bis hin zum Solo-Schwimmtraining. Aktuelle Meldungen aus dem Sportgeschehen im Burgenland.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 11. Februar 2021 (02:13)
Snowboard parallel. Die Sulzerin Julia Dujmovits blieb beim Weltcup in Bannoye glücklos und zog in den K.o.-Rennen zweimal knapp den Kürzeren. 
Pavel Tabarchuk

Enge Duelle ohne das nötige Glück

SNOWBOARD

Zuletzt startete Julia Dujmovits im Zuge des Weltcups in Bannoye (Russland) sowohl im Parallel-Riesentorlauf als auch im Parallelslalom. Die Olympiasiegerin von 2014 erreichte beim ersten Bewerb am Samstag zwar die Finalentscheidung der Top-16. In diesem unterlag die Sulzerin jedoch der Deutschen Selina Jörg in einem engen Duell um nur 0,10 Sekunden und belegte den 16. Platz.

Ramona Hofmeister und Cheyenne Loch sorgten für einen deutschen Doppelerfolg, beste Österreicherin wurde Sabine Schöffmann, die auf Platz drei fuhr. Am Sonntag darauf lieferte Dujmovits beim Parallelslalom der Deutschen Loch in der Auftaktrunde der K.o.-Läufe einen offenen Schlagabtausch, der jedoch am Ende um 0,06 Sekunden an ihre Gegnerin ging. So wurde es für die Südburgenländerin letztendlich Platz 15. Den Sieg holte sich die amtierende Weltmeisterin Julie Zogg aus der Schweiz. Aktuell legt Julia Dujmovits eine zweiwöchige Wettkampfpause ein. „Es kann sein, dass sie am 21. und 22. Februar die Österreichischen Meisterschaften als Vorbereitung für die Weltmeisterschaft (Anm.: 1. und 2. März in Rogla, Slowenien), fährt“, stellt ÖSV-Pressesprecher Karlheinz Wieser in Aussicht.

„Kaum möglich, noch aufzuholen“

SNOWBOARD

Snowboardcross. Der Mühlgrabener Sebastian Jud belegte in Frankreich Platz vier. Nun bereitet er sich auf die nächsten Rennen (12. bis 13. Februar) in Italien vor. 
Jud

Der Mühlgrabener Sebastian Jud erlebte zuletzt sportlich intensive Tage, bei denen als Abschluss in Isola (Frankreich) ein Sprint-Europacup auf dem Programm. Nach zwei dritten Plätzen folgte dabei noch ein vierter Rang. Ein kleiner Fehler zu Beginn sollte sich dabei als zu große Hürde erweisen, wie Jud berichtete: „Auf dem lediglich 25 Sekunden langen Kurs war es kaum möglich, noch aufzuholen. Ich hatte keine Chance mehr und landete auf dem undankbaren vierten Rang.“ Insgesamt gesehen war der Südburgenländer mit seiner Ausbeute aber zufrieden. „Die Konstanz ist wirklich gut, ich freue mich sehr über die Leistungen.“

Nach der Heimkehr aus Isola stand einmal Konditions- und Ausgleichstraining (auch in der Kraftkammer) auf dem Programm. Der nächste Europacup-Auftritt steht für ihn vom Freitag bis Samstag im italienischen Chiesa in Valmalenco an. Jud: „Auf dem Weltcupkurs finden zwei Europacups statt. Am Samstag darauf erfolgt dann die Heimreise nach Österreich, da ich von 18. bis 19. Februar auf der Reiteralm im Weltcup starten werde.“

Noch kein Training in Kleingruppen

SPORT ALLGEMEIN

Wie Sport Austria als Interessenvertretung des organisierten Sports zuletzt klarstellte, bringt die mit Montag (8. Februar) in Kraft getretene Verordnung der Bundesregierung in Bezug auf den Sport kaum Änderungen mit sich. Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) informierte bereits, dass auf den Sportanlagen Individualtraining möglich sei. 20 Quadratmeter müssen hier pro Person zur Verfügung stehen. Tatsache ist aber nach Sport Austria-Rücksprache beim Krisenstab des Gesundheitsministeriums, dass Gruppenkurse sowie Kleingruppentrainings weiterhin nicht möglich sind.

Der Wunsch nach Mannschaftstraining

ASKÖ BURGENLAND

Präsident Alfred Kollar unterstrich zuletzt die Forderung von Sport Austria-Boss Hans Niessl, sowohl den Vereinssport als auch die „tägliche Turnstunde“ mit den Bewegungscoaches rasch hochzufahren. So sei die Möglichkeit verabsäumt worden, parallel zur Öffnung der Schulen mit vor Ort durchgeführten Schnelltests Selbiges auch in den rund 15.000 heimischen Vereinen möglich zu machen. Niessl betont etwa auch in Anspielung auf die Bedeutung von Sport und Bewegung:

„Diese Tests in Schulen und Vereinen bringen doppelte Sicherheit.“ Der organisierte Sport könne, um Training in Gruppen wieder zu ermöglichen, so Teil der staatlichen Teststrategie werden. Freilich seien die bestehenden Präventionskonzepte strikt einzuhalten. Die dafür notwendigen Tests müsse der Staat gratis zur Verfügung stellen, dafür würden die Gesundheitsbehörden einen engmaschigen Überblick über das Infektionsgeschehen erhalten. ASKÖ Burgenland-Präsident Alfred Kollar betonte einmal mehr, dass die Vereine mit entsprechenden Konzepten bereits bewiesen haben, mit der Situation sorgsam und verantwortungsvoll umgehen zu können und stellte abschließend unter anderem klar: „Es sind uns keine auf unmittelbare Sportausübung zurückzuführende Cluster bekannt. Bewegung ist die Grundlage für psychische und physische Gesundheit.“

Hier gelte es, den Betrieb in den Vereinen wieder hochzufahren, denn: „Sport ist nicht das Wichtigste, aber es gibt nichts Wichtigeres als Gesundheit. Deshalb ist es nicht zu verstehen, dass wir nach insgesamt einem halben Jahr Stillstand den Gesundheitsmotor Vereinssport noch immer nicht starten dürfen.“

„Schlechter Umgang mit der Pandemie“

SCHWIMMEN

Eigentlich wäre die Parndorfer Weltklasse-Schwimmerin Lena Grabowski aktuell in Nordmazedonien im Becken. Als Abwechslung zum Trainingsalltag und für ein bisschen Wettkampf-Atmosphäre wollte sich die Athletin der Schwimm Union Neusiedl (SUNS) bei den Nordmazedonischen Staatsmeisterschaften mit der europäischen Konkurrenz messen.

„Ich habe mich dann aber kurzfristig doch dagegen entschieden. Der Umgang mit der Pandemie ist dort sehr schlecht“, schildert die 18-Jährige ihre Gründe. Stattdessen bleibt Grabowski nun zuhause, im Feber trainiert sie — wegen des geschlossenen Hallenbads in Neusiedl — ausschließlich in der Südstadt. Wettkämpfe hat sie diesen Monat keine mehr im Visier: „Anfang März sollen die Kurzbahnstaatsmeisterschaften in Graz stattfinden, aber mehr weiß ich derzeit noch nicht.“ Die lange wettkampffreie Zeit mache ihr aber gar nicht so viel aus, denn: „Um diese Zeit im Jahr gibt es sowieso in der Regel weniger Wettkämpfe.“