Abstiegskampf 2021: Das Glück ist ein Vogerl. Vier Vereine der Burgenlandliga profitieren von der Annullierung, denn Güssing, Kohfidisch, Markt Allhau und die FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach bleiben fix oben.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 03. Mai 2021 (01:34)
Auf ein weiteres Jahr Burgenlandliga. Der ASK Kohfidisch, die Kicker des SV Güssing, die FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach und der UFC Markt Allhau werden nach der Annullierung auch 21/22 in der höchsten Amateurklasse des Burgenlandes vertreten sein. Diese vier Vereine waren 20/21 mit am bedrohtesten und können nun zumindest ihre Kaderplanung angehen. Ab dem letzten Juli-/ersten August-Wochenende wird dann wieder um Punkte gekämpft.
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Nein, so war das nicht geplant. Nach der Saison-Annullierung 2019/20 konnte auch die Spielzeit 2020/21 kein sportliches Ende finden. Für viele ist dieser Umstand kein Problem. Vor allem die Mittelständler der diversen Ligen pochten zuletzt auf eine Entscheidung, die Planungssicherheit garantieren würde. Für wenige ist der abermalige Schlussstrich derweil ein Graus. Die Spitzenreiter müssen eine weitere Ehrenrunde drehen. Und dann gibt es auch noch „Gewinner“, wobei das in Anführungszeichen bleiben soll. Die abstiegsbedrohten Klubs dürfen in ihrer Liga verweilen. Man kann sich über den Sommer neu aufstellen und versuchen, Fehler auszumerzen.

In der Burgenlandliga waren zum Abbruch im Oktober 2020 vier Vereine vom Gang zurück in die 2. Liga extrem bedroht. Der SV Güssing, ASK Kohfidisch, UFC Markt Allhau und die FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach hatten im Herbst mit diversen Problemen zu kämpfen. Gerne hätte man es auf sportlichem Wege gelöst, aber man akzeptiert auch die Entscheidung des Verbandes. „Ich bin mir sicher, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun gehabt hätten, da wir besser als zwei Teams gewesen wären“, sagt Kohfidischs Thomas Polzer, dessen Elf 2019/20 noch auf Rang drei stand, ehe es dann wenige Monate später nicht mehr so gut lief. Nachsatz: „Es war alternativlos und auch die richtige Entscheidung.“

Ähnliche Töne wählte man beim SV Güssing. Dort sagte der Sportliche Leiter Johannes Jandrisevits kurz nach Bekanntwerden des erneuten Abbruches zur BVZ: „Es ist auf jeden Fall einmal positiv, dass Klarheit herrscht. Das erleichtert die Planungen ungemein. Wir hätten den Kampf gerne sportlich aufgenommen, da wir gerne bewiesen hätten, dass wir in die Burgenlandliga gehören. Es ist aber so im Sinne der Spieler.“

Auch in Markt Allhau kann man nun eine weitere Saison in der Beletage des burgenländischen Fußballes planen. Schon im Vorjahr war man hinten mit dabei, ehe man sich über den Sommer neu aufstellte und dann abermals um den Ligaerhalt zittern musste. Alleine im Winter kam es zu einem Umbruch, wobei mit Bruno Friesenbichler auch ein neuer „Chef“ installiert wurde. Das bleibt auch so und man kann den Trainingsstart am 19. Mai kaum mehr erwarten. „Ich habe schon vor einem Monat gesagt, dass diese Variante mit längerer Vorbereitung auf die neue Saison die beste Lösung sei. Es ist vernünftig und es hätte auch gar nicht mehr anders sein können. Wir wollten oben bleiben, was wir jetzt zweimal durch sehr kuriose Umstände schafften“, so Pressesprecher Ewald Musser.

Bleibt noch die FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach, die im Herbst wegen eines Wechselfehlers ein Sternchen kassierte und so als Schlusslicht dasteht. „Ich habe schon vor dem Abbruch gesagt, dass wir die Qualität haben, um die Liga noch zu halten. Dazu stehe ich“, so Trainer Max Schmidt, der ergänzte: „Vier Wochen Vorbereitungszeit wären nach einer so langen Pause problematisch gewesen.“