Didi Dank, der Evergreen-Goalie. Mit 16 Jahren feierte Didi Dank sein Kampfmannschafts-Debüt im Dress des FC Deutschkreutz. Auch heute noch ist er in der höchsten Liga des Landes aktiv.

Von Michael Heger. Erstellt am 02. Februar 2021 (02:13)
„Dankwart“. Seine Position auf dem Fußballfeld brachte Dieter Dank seinen Spitznamen ein, über den er freilich lachen kann. Für das BVZ-Foto nahm er passend dazu auch gleich Stellung an der Zapfsäule.
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Sein Kampfmannschafts-Debüt liegt schon lange zurück, genauer gesagt 24 Jahre. Da feierte Didi Dank seine Premiere in der „Ersten“ seines Stammklubs, den FC Deutschkreutz. „Es war in Sankt Margarethen. Soweit ich mich erinnern kann, waren wir sogar Tabellenführer in der damaligen Landesliga, das Spiel selbst endete 2:2“, erinnert sich Dank an sein Burgenlandliga-Debüt.

Sein Gegenüber in diesem Spiel war niemand Geringerer als Tormann-Legende Günther Löwe Horvath. Jetzt, knapp 25 Jahre später, entwickelt sich Dank mit 40 bereits selbst zur Legende, ist er doch noch immer – derzeit für den ASK Horitschon/Unterpetersdorf – in der Burgenlandliga tätig. Der Torhüter aus Leidenschaft war auch beim Landesliga-Meistertitel des FCD im Jahr 1998 dabei. „Der Titel und die darauffolgenden Einsätze in der Regionalliga Ost gehören mit Sicherheit zu den Highlights in meiner Karriere“, erinnert sich der gebürtige Deutschkreutzer natürlich gerne an die Jahre um die Jahrtausend-Wende zurück.

Als der spätere Rapid-Coach Damir Canadi mit ihm in der Mannschaft stand oder Helge Payer noch bei Gegner Kottingbrunn das Tor hütete. Zudem kann Dank von sich behaupten, in allen burgenländischen Spielklassen, also von der 2. Klasse bis zur Burgenlandliga, gespielt zu haben. Dazu kommt die besagte Regionalliga Ost-Zeit und ein Abstecher in die Wiener Stadtliga zu Dinamo Helfort. Dank: „Damals wollte ich einfach einmal etwas Neues kennenlernen. Leider stand am Ende der Saison 2002/2003 der Abstieg. Wir waren eine zu junge Truppe und ich selbst für diese Situation noch zu unerfahren. Es war aber eine schöne und lehrreiche Zeit.“

Nach Zwischenstationen in Draßmarkt und Lackenbach zog es ihn wieder „nach Hause“, nach Deutschkreutz in die Burgenlandliga. „Der Grund, warum es mich immer wieder in die Burgenlandliga zog, und warum ich noch immer da bin, ist einfach das Training. Die Qualität ist hier einfach höher und das steht für mich an erster Stelle, noch vor irgendwelchen Prämien“, erklärt Dank seine boomerangartigen Wechsel zurück in die höchste Spielklasse des Landes. Nicht umsonst findet sein derzeitiger Trainer, Hannes Marzi, nur lobende Worte für seinen Tormann-Routinier: „Didi ist ein total verlässlicher Spieler. Er ist so gut wie immer dabei und gibt alles. Man kann nur froh sein, einen solchen Sportsmann in seinen Reihen zu haben. Er akzeptiert seine Rolle hinter Julian Böhm. Die hat er aber nur, weil unser Einser ein sehr Guter ist. Wenn er gebraucht wird, ist Didi zur Stelle und steht seinen Mann.“

„Jeder Trainer kann froh sein, wenn er einen Didi Dank in seinem Kader hat.“ Horitschon-Trainer Hannes Marzi über die Qualitäten seines Backup-Goalies

Auch Erfahrungen als Trainer konnte Dank schon sammeln: „Nach meinem Burgenlandliga-Jahr in Oberpullendorf kam das Angebot aus Oberloisdorf, als Spielertrainer zu arbeiten. Ich habe es angenommen und es war eine sehr interessante Zeit. Nach einem halben Jahr war aber Schluss. Ich habe damals für mich festgestellt, dass ich mich noch voll auf meine Tätigkeit als Spieler konzentrieren möchte, daher war es bis dato ein einmaliger Ausflug.“ Nach einem halben Jahr Pause ging es – wie sollte es auch anders sein – wieder in die Burgenlandliga, diesmal zum ASK Klingenbach. Dank zu seiner Zeit in der „anderen“ Grenzgemeinde: „Es war ein wichtiges Jahr für mich, obwohl ich nur sehr wenig Einsatzzeiten hatte, denn danach war ich wieder topfit.“

Seit seinem Wechsel im Jahr 2011 nach Klingenbach, also seit knapp zehn Jahren, spielt Dank durchgehend in der Burgenlandliga, mit Ausnahme eines halbjährigen Intermezzos in Unterrabnitz (1. Klasse Mitte). Als einen seiner Höhepunkte in dieser Zeit nennt Dank das Frühjahr 2016, in dem er mit seinem Heimatverein Deutschkreutz, nach einer schwachen Hinrunde, den Abstieg abwenden konnte. Seit Anfang 2019 ist Dank nun wieder in seiner zweiten „Amtszeit“ in Horitschon tätig. Ablaufdatum steht noch keines fest: „Der Fußball macht mir immer noch großen Spaß. Ich möchte, wenn es körperlich passt, noch ein, zwei Jahre in der Burgenlandliga spielen, danach wäre der Plan, bei einem unterklassigen Verein zu spielen und parallel dazu die Tormanntrainer-Ausbildung zu machen. Bisher bin ich von gröberen Verletzungen verschont geblieben, also sollte sich das ausgehen.“