Fußballsplitter aus dem Burgenland. Was tut sich in Regionalliga Ost und Burgenlandliga bei den Klubs? Ein Rundblick im Burgenland, von Siegendorf bis Markt Allhau.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 28. Mai 2020 (05:13)
Sankt Margarethen. Sebastian Leszkovich kommt vom SC/ESV Parndorf an den Greaboch und soll die Offensive verstärken. zVg
BVZ

REGIONALLIGA

Neusiedl.

„Wie der Kader in der kommenden Saison aussieht, steht noch nicht endgültig fest“, so Neusiedls Manager Lukas Stranz. Wichtiger sei nach den harten letzten Wochen für den Club, dass es einen Kader geben wird und den auch in der Regionalliga Ost. Der Traditionsclub wackelte aufgrund der Corona-Krise gehörig, fiel aber letztendlich nicht um. „Der Spielbetrieb bleibt für uns aufrecht. Wir sind in den Verhandlungen so weit, dass wir sagen können, es geht weiter“, atmet Stranz auf.

BURGENLANDLIGA

Pinkafeld.

Am Sonntag wurde in Grafenschachen die Kooperation samt Spielgemeinschaft zwischen dem Pinkafelder Burgenlandligisten und dem 2. Liga-Verein vom SC Grafenschachen schriftlich fixiert. Dabei wolle man vor allem den Kickern im Alter von 17 bis 20 Jahren eine noch bessere Basis bieten und sich noch intensiver austauschen und zusammenarbeiten. Die Vereine bleiben aber derweil eigenständig und behalten auch ihre Namen bei. „Mich freut es sehr, dass das nun endgültig unter Dach und Fach ist. Wir erwarten uns sehr viel, auch weil unsere Zusammenarbeit schon länger gut funktioniert. Das wollen wir jetzt noch besser machen“, erklärte der Sportliche Leiter Alex Diridl der BVZ.

Pinkafeld I.

Die Tage in Pinkafeld bleiben intensiv. So fahndet man nach dem Rücktritt von Florian Hotwagner weiter nach einem Trainer. Vollzugsmeldung gab es dabei zu Wochenbeginn noch keine. Diese soll aber folgen, wie der Sportliche Leiter Alex Diridl bekräftigte: „Wir sind schon sehr weit.“ Dabei habe man ein klares Anforderungsprofil. „Natürlich haben wir konkrete Vorstellungen, wie unser neuer Trainer arbeiten soll. Uns ist bewusst, was wir wollen und was Verein und Mannschaft brauchen.“

Zur Trainersuche wurde auch die Kaderplanung intensiviert. Dominik Sperl wechselt nach Oberwart, während Anze Kosnik und Christoph Saurer, die beide mit diversen Süd-Vereinen in Verbindung gebracht wurden, ihre Verträge zuletzt verlängerten. „Die Spieler haben klar gesagt, dass sie unseren Weg weitergehen wollen. Das war wichtig für den Verein.“ Beim restlichen Kader sehe es ebenfalls „gut“ aus und man wolle alsbald Nägel mit Köpfen machen.

Markt Allhau. Der UFC nahm am vergangenen Wochenende wieder sein Training auf. Mit dabei waren rund 20 Kicker, die angeleitet von den beiden Trainern Herbert Oberrisser und Martin Kollowein, ihr liebstes Hobby wieder aufnahmen. „Das war schwer in Ordnung und auch die Beteiligung war stark“, so Pressesprecher Ewald Musser, der ergänzte: „Wir wollen das nun den ganzen Juni beibehalten.“ Auch in der Kaderplanung bewegt sich etwas, zeigte man sich sehr an den beiden Pinkafeldern Anze Kosnik und Christoph Saurer interessiert, die aber ihre Verträge beim SCP verlängerte. Im Gegenzug gewann man mit Florian Tripaum aber einen Goalie zurück. Dieser war zuletzt in Pinkafeld aktiv, aufgrund seines Berufes beim Bundesheer aber auch im Ausland engagiert. Der junge Wolfauer kehrt jetzt zurück. Offen bleibt die Lage beim im Winter geholten Daniel Bartosch. Diesem liegt ein Angebot aus der Steiermark vor, welches er genau prüft. „Er meinte, dass er sich das anschauen muss. Es wäre aber extrem schade, weil er charakterlich schwer in Ordnung und zudem natürlich auch ein sehr guter Tormann ist.“

Oberwart. Ab 2. Juni rollt die Kugel beim SVO wieder. „Auf freiwilliger Basis, wobei wir erst einmal abwarten müssen, ob das etwas bringt, so lange wir nicht wissen, wann es weitergeht“, meinte Sportkoordinator Peter Lehner zur BVZ. Mit einem jungen Abwehrspieler der Hartberg Amateure, Thomas Kandlhofer, einigte man sich kurz vor Redaktionsschluss. „Vieles wird dann zum nächsten Wochenende fixiert“, so Lehner, der da auch etwaige Abgänge miteinbezog.

Güssing. Am vergangenen Freitag und Samstag herrschte erstmals wieder reges Treiben rund um die Güssinger Sportanlage. Jeweils neun Kicker traten nämlich zur ersten Einheit an. Dabei galt laut Obmann Hannes Winkelbauer vor allem eines: „Spaß am Fußball.“ Christoph Urban zog sich dabei laut Oberhaupt eine leichte Zerrung zu, wobei das nicht „so tragisch“ sei. Auch mit dem Nachwuchs will man demnächst starten, zudem steht zu Fronleichnam ein Tennis-Turnier auf dem Plan. Kadertechnisch ist der Zugang von Tormann Matthias Mulzet fix, Abgänge gibt es bis auf das Karriereende von Philipp Lang derzeit noch keine.

Eltendorf. Mit einem laut Sportlichem Leiter Rainer Pummer „ganz lockerem Training“ startete der SVE am vergangenen Wochenende in seine erste Einheit. „In Wahrheit nicht wirklich sinnvoll, da man mit den Verordnungen wenig machen kann“, so Pummer weiter, der aber auch anfügte: „Wir wollen uns einmal wöchentlich oder zumindest alle zwei Wochen treffen. Das passiert aber auf freiwilliger Basis, auch weil es unentgeltlich ist.“ Kaderplanungstechnisch sei man laut dem Verantwortlichen im „Großen und Ganzen“ durch, wobei bei einigen Spielern noch „kleine Details“ zu klären sind.

Kohfidisch. In Kohfidisch herrscht weiter Ruhe. Trainiert wird noch nicht, wobei man entweder am 5. oder 12. Juni damit beginnen wolle. „Zumindest einmal wieder zusammenkommen“, sagte Kicker Thomas Polzer. Begrüßen darf man dann sehr wahrscheinlich auch den 17-jährigen Fabian Paukovits, der in der Jugend schon in Fidisch kickte, dann aber die meiste Zeit in Wien verbrachte und nun gerne zurückkehren würde. Neben AKA-Spieler Valentin Gabriel wäre das dann der zweite junge Zugang für die Zeit post Corona.

Sankt Margarethen. Zwei Neuzugänge angelte sich der SV Sankt Margarethen schon. Mit Heimkehrer Philipp Wenzl kommt ein Youngster von der U18-Akademie Burgenland zurück an den Greaboch. Er feierte schon einige Kurzeinsätze in der Kampfmannschaft, nun wechselt er permanent nach Sankt Margarethen und will sich für einen Stammplatz in der Defensive empfehlen. Auch für die Offensive hat man einen ligaerprobten Stürmer verpflichtet. Vom Konkurrenten Parndorf kommt Sebastian Leszkovich. Dieser gilt als vielseitig einsetzbar. „Er war ein Wunschspieler unseres Trainers Roman Fennes“, erklärte Obmann-Stellvertreter Johannes Braunöder. An einem weiteren Außenbahnspieler war der Burgenlandligist noch dran, da Alexander Wartha wohl nur unregelmäßig spielen wird können. „Er will sein Studium beenden und kann nur mehr sporadisch zum Training kommen. Da werden wir noch wohl handeln müssen“, so Funktionär Braunöder. Verlassen wird den Klub hingegen Abwehrrecke Matthias Grassl. Dieser ist noch auf Vereinssuche.

Siegendorf. Der ASV Siegendorf will weiter in die Regionalliga. So hat man sich bei der Paritätischen Kommission um den Platz des ASK Ebreichsdorf beworben. „Wir wollen nichts dem Zufall überlassen und uns nicht nachsagen lassen, wir hätten irgendwelche Fristen versäumt“, berichtete Siegendorfs Sektionsleiter Harald Mayer. Der Verein erfülle alle infrastrukturellen Anforderungen wie etwa die Platzgröße oder das notwendige Flutlicht. Auch beim Burgenländischen Fußballverband hat man um die Aufnahme einer 1B-Mannschaft im Falle eines Aufstieges in die Regionalliga Ost angesucht. „Keiner weiß, was da wirklich passiert. Sollten wir vielleicht doch rauf dürfen, wollen wir uns nichts vorwerfen lassen“, so Mayer. Die Fristen für die ganzen Ansuchen laufen Anfang Juni ab. Auf der Transferseite gibt es noch keine Neuigkeiten zu berichten. Einige Abgänge haben bereits neue Vereine gefunden. Raphael Ebner heuerte beim Ligakonkurrenten Deutschkreutz an. Oliver Augustini bleibt auch in der Burgenlandliga und geht nach Parndorf. Für Goalie Lukas Fila, der eigentlich Rapid gehört und nur ausgeliehen ist, gibt es laut Harald Mayer auch schon einige Angebote. Auch bei Julian Salamon gibt es Interessenten. „Wir führen Gespräche, noch ist aber nichts fixiert worden“, so der Offensivallrounder.

Christopher Drazan (r.) kommt vom FC Dornbirn aus der 2. Liga zum Tabellenführer der Burgenlandliga, dem ASV Siegendorf.
Wallner

Siegendorf I. Nach Andreas Dober, Philipp Prosenik und Felix Höpler kommt nun der vierte Kicker mit grün-weißer Vergangenheit zum Tabellenführer der Burgenlandliga. Flügelflitzer Christopher Drazan löste am Dienstag seinen Vertrag beim FC Dornbirn in der 2. Liga nach nur fünf Monaten wieder auf und unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag beim ASV Siegendorf. „Wir hatten ihn schon länger im Visier. Andi Dober hat den Kontakt hergestellt, Drazan wollte auch unbedingt zu uns. Mit ihm und Gerald Peinsipp haben wir nun eine sehr starke linke Seite“, freut sich Siegendorf-Präsident Peter Krenmayr über seinen jüngsten Transfercoup. Der 29-jährige Drazan hat sich von seinem neuen Klub ein Bild gemacht und kennt auch einige Spieler. „Ich habe bei Rapid Wien mit Dober und Prosenik trainiert, kenne zudem auch Höpler vom Nachwuchs. Ich war früher auch viel bei der Admira und kenne die Lehner-Brüder von dort. Der Verein hat ambitionierte Ziele, will aufsteigen und dazu will ich meinen Teil beitragen“, erklärte Drazan. Der Flügelflitzer kann bereits auf eine schillernde Karriere zurückblicken. Nach zahlreichen Stationen wie Rapid Wien, Kaiserslautern, Erfurt, LASK, Sankt Pölten, Austria Lustenau, Vaduz und Dornbirn landete er nun in Siegendorf. „Möglich gemacht hat den Transfer ein Wiener Immobilienentwickler“, berichtete Vereinsboss Peter Krenmayr. In den letzten Jahren plagten den Linksfuß immer wieder Knieprobleme. „Ich habe seit längerer Zeit ein Ödem in Knie, welches ich mir nun von einem Arzt in Wien noch anschauen lasse. Bis zum Trainingsstart bin ich aber sicherlich dabei“, freut sich Christopher Drazan schon auf die neue Saison.

Horitschon. Am kommenden Montag, dem 1. Juni, findet das erste Training für die Spieler von Hannes Marzi statt. „Wir werden die Kicker, die uns verlassen, verabschieden und Leistungstests absolvieren lassen“, erklärte der Sportliche Leiter Joel Putz das geplante Programm. Neben Christopher Grafl und Patrick Derdak, die es nach Schattendorf zieht, verlässt auch Alessandro Stirling den Verein. Sein Ziel ist noch unklar.

Ritzing. Noch keine Personalentscheidungen wollen die Verantwortlichen vom Sonnensee bekannt geben. Derzeit wird in Kleingruppen trainiert, diese Woche standen gleich drei Einheiten auf dem Trainingsplan.

Deutschkreutz. Eine Neuverpflichtung und zwei Abgänge konnte FCD-Funktionär Robert Strobl vermelden. So wird Raphael Ebner, der aus Siegendorf kommt, die Position von Daniel Hartyan auf der Außenbahn einnehmen und Simon Höferer sucht für die kommende Saison eine neue Aufgabe in einer niedrigeren Spielklasse. Er möchte sich vermehrt um sein Studium kümmern. In den nächsten Tagen sollte der Nachfolger von Daniel Bader zwischen den Pfosten der Heger-Elf fixiert werden. Auch für das defensive Mittelfeld und die Offensive werden noch Neue gesucht.